USA nehmen zehn angebliche russische Spione fest

Washington - Zehn russischen Geheimdienstagenten sollen seit Jahren in den USA spioniert haben und sind nun festgenommen worden. Ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen.

US-Ermittler haben ein mutmaßliches Agentennetz ausgehoben, das für Russland spioniert haben soll. Insgesamt seien zehn Verdächtige in verschiedenen Städten im Nordosten der USA festgenommen worden, teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Gegen alle sei Anklage wegen des Verdachts der Agententätigkeit erhoben worden, acht von ihnen werde überdies Geldwäsche vorgeworfen.

Die Männer und Frauen sollen Informanten rekrutiert und Informationen für Russland gesammelt haben. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, was genau sie ausspioniert haben sollen. Den Verhaftungen waren laut Ministerium jahrelange Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI vorausgegangen. Neben den zehn Festgenommenen sei ein weiterer Verdächtiger angeklagt, der jedoch zunächst noch auf der Flucht sei. Agententätigkeit für eine fremde Regierung wird den Angaben zufolge in den USA mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet, Geldwäsche hingegen mit bis zu 20.

dpa

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