Präsident prangert Richter und Politiker als Drogendealer an

Menschenrechtler werfen Duterte vor, mit seinen unorthodoxen Methoden indirekt zu Verbrechen aufzurufen. Foto: Cerilo Ebrano
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Menschenrechtler werfen Duterte vor, mit seinen unorthodoxen Methoden indirekt zu Verbrechen aufzurufen. Foto: Cerilo Ebrano
Die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Saguiran, Rasmiya Macabago, beantwortet Fragen. Foto: Mark R. Cristino
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Die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Saguiran, Rasmiya Macabago, beantwortet Fragen. Foto: Mark R. Cristino
Der Bürgermeister von Bulacan, Cipriano Violago, ist unter den Genannten. Foto: Mark R. Cristino
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Der Bürgermeister von Bulacan, Cipriano Violago, ist unter den Genannten. Foto: Mark R. Cristino
In einem Slum von Manila verfolgt ein Mann die Nachrichten. Foto: Francis R. Malasig
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In einem Slum von Manila verfolgt ein Mann die Nachrichten. Foto: Francis R. Malasig
Ein wegen eines Drogenvergehens verhafteter Mann wartet in einer Polizeistation in Taguig City. Foto: Francis R. Malasig
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Ein wegen eines Drogenvergehens verhafteter Mann wartet in einer Polizeistation in Taguig City. Foto: Francis R. Malasig

Manila (dpa) – Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat 150 Politiker, Richter, Beamte und Sicherheitskräfte namentlich als Drogendealer bezeichnet.

Beim Besuch eines Armeestützpunktes nahe seiner Heimatstadt Davao im Süden des Landes verlas er die Namen und forderte die Genannten auf, sich der Polizei zu stellen. "Sonst jage ich euch die Armee und die Polizei auf den Hals", sagte der für seine derbe Sprache berüchtigte Politiker.

Unter den Genannten waren acht Richter, 50 Bürgermeister, Gouverneure und Kongressabgeordnete sowie Polizisten, Soldaten und Gefängnisbeamte. Einige beteuerten ihre Unschuld.

Duterte ist im Mai nach dem Wahlkampfversprechen, die Drogenkriminalität radikal zu bekämpfen, mit großer Mehrheit gewählt worden. Menschenrechtler werfen ihm vor, mit seinen unorthodoxen Methoden indirekt zu Verbrechen aufzurufen. Während seiner Zeit als Bürgermeister von Davao waren dort hunderte Kleinkriminelle umgebracht worden, ohne dass je jemand zur Rechenschaft gezogen wurde. Seit seinem Amtsantritt am 30. Juni sind mehr als 500 mutmaßliche Drogendealer getötet worden, viele davon angeblich, weil sie sich bei der Festnahme wehrten.