Proteste gehen weiter: Tausende demonstrieren in Kairo

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Das gleiche Bild wie seit über zwei Wochen: Tausende Menschen versammelten sich am Mittwoch auf dem Tahrir-Platz in Kairo, um gegen Präsident Husni Mubarak zu demonstrieren.

Kairo - Auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben sich am Morgen wieder tausende Menschen versammelt. Die Proteste gegen Präsident Mubarak gehen jetzt schon in die dritte Woche.

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Die Massenproteste gegen den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak sind am Dienstag in die dritte Woche gegangen. In der Hauptstadt Kairo und auch in anderen Landesteilen dauerten die Proteste an. Für den Nachmittag plante die Bewegung “Jugend des 6. April“ eine Protestaktion vor dem Gebäude des staatlichen Rundfunks, das nicht weit vom Tahrir-Platz entfernt am Nil-Ufer liegt.

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Der Protest richte sich “gegen die staatlichen Medien, die Lügen verbreiten, um den Präsidenten zu schützen“, erklärte eine Sprecherin der Bewegung. Die Demonstranten auf der Straße halten weiter an ihrer Forderung nach einem raschen Rücktritt Mubaraks fest.

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Vizepräsident Omar Suleiman wollte im Laufe des Tages erneut mit der Opposition verhandeln. Das Informationsministerium teilte mit, Mubarak wolle “einen Gast“ empfangen. Weitere Einzelheiten wurden dazu nicht bekannt. Auch die Muslimbruderschaft, die am besten organisierte Oppositionskraft, verlangt den Rücktritt des seit fast 30 Jahren herrschenden Staatschefs.

Andere Teile der Opposition sprechen sich dafür aus, dass Mubarak bis zur nächsten regulären Präsidentschaftswahl im September im Amt bleibt. Unabhängige Beobachter sehen allerdings das Risiko, dass dies einigen unter Mubarak reich gewordenen korrupten Geschäftsleuten erlauben würde, ihr teilweise unrechtmäßig erworbenes Vermögen in Ruhe außer Landes zu bringen. Vor einer Woche hatte der 82-jährige Staatschef angekündigt, bei der Wahl im September nicht mehr antreten zu wollen.

dpa

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