80 Prozent kritisieren Regierung in Eurokrise

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Verheerendes Urteil über die Merkel-Regierung: 82 Prozent halten das Management in der Schuldenkrise für schlecht.

Berlin - Verheerendes Urteil über die Merkel-Regierung: 82 Prozent halten das Management in der Schuldenkrise für schlecht. Nach einer Umfrage lehnen außerdem zwei Drittel Hilfen für Griechenland ab.

Über 80 Prozent der Deutschen sind mit der schwarz- gelben Regierung in der Eurokrise unzufrieden. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. Demnach beurteilen 82 Prozent das Krisenmanagement der Regierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit “eher schlecht“. Nur 18 Prozent halten es für “eher gut“.

Zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) sprechen sich gegen Hilfen für Griechenland oder andere Staaten in der Schuldenkrise aus. Nur 34 Prozent bejahten die Frage, ob es richtig sei, Griechenland und anderen Ländern mit dem Euro-Rettungsfonds zu helfen. Nur 40 Prozent sind zudem der Ansicht, dass Deutschland trotz aller Risiken nach wie vor von der Europäischen Union (EU) profitiert. 60 Prozent sehen das anders.

Etwas überraschend angesichts der starken Euro-Skepsis befürworten dennoch 58 Prozent mehr Kompetenzen der europäischen Institutionen wie Parlament, Rat und Kommission in der Krise. 42 Prozent wollen diese zusätzlichen Kompetenzen “eher nicht“. Vor allem aber klagt eine große Mehrheit von 83 Prozent darüber, nicht ausreichend von der Politik über die Eurokrise informiert zu werden.

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Die Ergebnisse der Umfrage sind zwischen Männern und Frauen sowie in den verschiedenen Altersgruppen sehr ähnlich. Allerdings ist bei den ganz Jungen zwischen 16 und 24 Jahren - im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung - eine knappe Mehrheit von 54 Prozent der Ansicht, dass Deutschland von der EU profitiert. Besonders skeptisch sind hier die 45- bis 54-Jährigen: 67 Prozent sehen keine Vorteile für Deutschland in der EU.

Befragt wurden 1035 Bundesbürger ab 16 Jahren in einer repräsentativen Online-Erhebung zwischen dem 9. und 13. September.

dpa

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