Romney schmeichelt sich bei Waffenlobby ein

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Mitt Romney bei den Waffen-Freunden der NRA

Washington - Der Republikaner Mitt Romney buhlt bei der mächtigen US-Waffenlobby NRA um Unterstützung für die Präsidentenwahl.

Romney, der als Herausforderer von Präsident Barack Obama praktisch feststeht, trat dazu eigens am Freitag bei der NRA-Jahresversammlung in St. Louis auf. „Ihr könnt stolz sein“, rief er dem jubelndem Publikum zu. Die NRA habe nur ein Anliegen, „die Verteidigung der Freiheit“.

Romney warf Obama vor, das Recht auf Waffentragen für Amerikaner einschränken zu wollen. „Ich werde dagegen den zweiten Verfassungszusatz über das Recht des amerikanischen Volkes auf Waffentragen schützen“, sagte Romney.

Mit keinem Wort ging Romney auf die jüngsten Todesschüsse des selbst ernannten weißen „Hobby-Polizisten“ George Zimmerman auf einen unbewaffneten schwarzen Teenager in Florida ein. Der Fall löste eine Welle der Proteste in den USA aus, weil die Polizei zunächst nicht gegen den Schützen vorging. Die Polizei begründete dies unter anderem mit dem besonders großzügigen Recht auf Selbstverteidigung in Florida, für das sich auch die Waffenlobby NRA engagiert hatte.

Die Rede in St. Louis war zugleich einer der ersten großen Auftritte Romneys, seit sein schärfster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen hatte. „Präsident Obama entfernt unser Land von den Visionen unserer Vorväter“, sagte Romney. Er baue wirtschaftliche, religiöse und individuelle Freiheit ab. „Und in einer zweiten Amtszeit hätte Obama keine Beschränkung mehr.“

dpa

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