Unternehmer in Athen inhaftiert

Schmiergeld-Affäre um deutsche Rüstungsfirmen

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Bei der Bestechungsaffäre geht es unter anderem um Panzerhaubitzen dieses Typs.

Athen - In der Affäre um mutmaßliche Korruption in Griechenland für Rüstungsaufträge steigt der Druck auf die verdächtigen deutschen Firmen. Ein Ex-Mitarbeiter von Krauss-Maffei Wegmann wurde verhaftet.

Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" vom Wochenende nannten die geständigen Mittelsmänner in Athen der dortigen Staatsanwaltschaft die Namen von sechs deutschen Geschäftsleuten aus drei Unternehmen, die auf Schmiergeldzahlungen an griechische Amtsträger gedrängt oder zumindest davon gewusst haben sollen. Einige der deutschen Geschäftsleute sollen sich dem Bericht zufolge auch persönlich bereichert haben. Das hätten die Mittelsmänner Panos Efstathiou und Dimitrios Papachristou bei ihren Verhören ausgesagt, berichtete die Zeitung am Samstag in ihrer Online-Ausgabe. Papachristou war am Freitag verhaftet worden.

Betroffen sind dem Bericht zufolge die Firmen Atlas, Rheinmetall und Wegmann, eines der beiden Vorgängerunternehmen von Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Es gehe um drei Geschäfte: Die Modernisierung von U-Booten der Klasse Poseidon, die vor Jahrzehnten aus Deutschland nach Athen verkauft worden waren, die Lieferung des Flugabwehrsystems Asrad durch Rheinmetall sowie des Artilleriesystems PzH 2000 durch Wegmann.

Rheinmetall erklärte dem "SZ"-Bericht zufolge, das Unternehmen habe keine unzulässigen Zahlungen veranlasst. Die Atlas Elektronik aus Bremen sagte, sie kooperiere "vollumfänglich" mit den Behörden und untersuche die Vorwürfe auch selbst. KMW äußerte sich demnach zunächst nicht zu den Vorwürfen gegen das Vorgängerunternehmen Wegmann.

Efstathiou sagte laut "SZ" der Athener Staatsanwaltschaft, fünf von ihm namentlich genannte deutsche Geschäftsleute bei Atlas beziehungsweise Rheinmetall hätten von Schmiergeldzahlungen gewusst und sogar darauf gedrängt. Zwei Geschäftsleute hätten so den Poseidon-Auftrag sichern wollen, drei den Asrad-Auftrag. Außerdem hätten mehrere Atlas-Manager von den Deals persönlich profitiert.

afp

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