Mit Schröders Idee kostet Betreuung nur die Hälfte

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ( CDU).

Passau - Die Familienministerin hat ein Modell vorgestellt, mit dem die Kosten für das neu eingeführte Betreuungsgeld nur noch halb so hoch sein sollen. Allerdings geht dies zu Lasten der Kinder.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) rechnet bei der Umsetzung des Betreuungsgeldes mit Kosten von rund 1,5 Milliarden Euro. Ihr Modell sei “rund um die Hälfte günstiger als alle ursprünglichen Überlegungen“, sagte Schröder der “Passauer Neuen Presse“ (Mittwochausgabe).

Schröder will nur für Kinder im zweiten Lebensjahr zahlen

Bisher waren für das Betreuungsgeld Kosten von rund drei Milliarden Euro im Jahr genannt worden. Schröder will die Zahlung allerdings auch auf das zweite Lebensjahr von Kindern beschränken. Die Ministerin sagte zu der Kritik an ihrem Konzept aus der schwarz-gelben Koalition: “Wenn der Staub der ersten Tage sich legt, werden wir hoffentlich rasch ideologisch abrüsten und zu einer Lösung kommen.“

Aus der CSU-Führung sei bereits Unterstützung für ihre Idee gekommen, das Betreuungsgeld auch Teilzeitbeschäftigten zu zahlen. “Und die FDP hat betont, dass sie nicht will, dass eine Prämie dafür gezahlt wird, dass Kinder von der Kita ferngehalten werden.“ Dem trage ihr Konzept Rechnung, sagte Schröder weiter.

dapd

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