Seehofer: CSU-Ausdehnung kommt nicht in Frage

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Horst Seehofer: Klare Absage zu bundesweiter Ausdehnung der CSU.

München - CSU-Chef Horst Seehofer hat Gedankenspielen um eine deutschlandweite Ausdehnung seiner Partei eine klare Absage erteilt. Seine Partei konzentriere sich weiter auf Bayern, sagte er.

“Das findet überhaupt nicht statt“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. Er fügte hinzu: “Eine Ausweitung der CSU ist überhaupt kein Thema - und es wird auch überhaupt kein Thema sein.“ Die CSU bleibe vielmehr eine bayerische Partei.

Das CSU-Vorstandsmitglied Bernd Posselt hatte zuvor ein bundesweites Auftreten seiner Partei im Fall einer anhaltenden Schwächung der CDU nicht ausgeschlossen. Er sagte dem “Kölner Stadt-Anzeiger“: “Das könnte in einer veränderten Parteilandschaft notwendig sein.“

Seehofer stellte ferner klar, er mache sich keine Sorgen, dass rechts von der CSU eine neue Partei entstehen könne. Man mache eine Politik, die nahe an den Menschen sei und sich an ihren Sorgen orientiere. Deswegen werde es keine Partei rechts von der Union geben. Seehofer fügte hinzu, die CSU sei eine Mitte-Rechts-Partei - “demokratisch bis in die Haarspitzen“ - und werde diese Rolle ausfüllen. Als Beispiel nannte Seehofer die Integrationspolitik. Zur Debatte um das konservative Profil sagte Seehofer, die Union müsse als Volkspartei alle Gesellschaftsschichten abbilden. Zwischen ihm und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gebe es da keine Differenzen.

dapd

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