Seehofer will Olympia-Bewerbung zur Chefsache machen

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will die Olympia-Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 zur Chefsache machen.

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will die massiven Querelen um die Münchner Olympia-Bewerbung möglichst rasch beenden.

Seehofer kündigte im Bayerischen Rundfunk an, er und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wollten die Probleme im engen Schulterschluss lösen. Darauf hätten sie sich in einem Telefongespräch am Mittwoch verständigt.

“Es muss jetzt Klarheit geschaffen werden“, forderte Seehofer am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München. “Die Dinge sind der Olympia-Bewerbung nicht bekömmlich - sie müssen vom Tisch.“ Eine monatelange Hängepartie werde er nicht mitmachen, betonte er und warnte alle Beteiligten: “Es geht um das Ansehen Bayerns.“ Seehofer widersprach aber der Darstellung, wonach der Chef der Olympia-Bewerbungsgesellschaft, Willy Bogner, mit Rücktritt gedroht habe, falls das Budget für die Kandidatur nicht erhöht werde.

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Bogner habe ihm in einem Telefongespräch am späten Dienstagabend versichert, dass dies nicht die Absicht seines Briefes an Gesellschafter und Aufsichtsrat gewesen sei, berichtete Seehofer. Laut “Süddeutscher Zeitung“ (Mittwoch) heißt es in Bogners Schreiben mit Blick auf das Budget und Probleme mit Bauern in Garmisch-Partenkirchen, die ihre Grundstücke nicht für Olympia zur Verfügung stellen wollen: “Die Lösung der beiden Problemfelder ist für mich und mein weiteres Engagement als Geschäftsführer entscheidend.“

Seehofer schloss dabei aus, das der Freistaat Geld für die Bewerbung zuschießt. “Wir wollen an dem Konzept festhalten, dass wir die Bewerbung nicht aus Steuermitteln bestreiten“, betonte er. Angesichts der Grundstücks-Probleme in Garmisch machte Seehofer deutlich, dass er hier auf eine rasche Lösung hofft. Als zentrales Datum nannte er die Kabinettssitzung in Garmisch Ende des Monats.

dpa

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