Syrien: Mehr als 1000 Demonstranten verhaftet

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Seit Wochen protestieren die Syrier gegen ihre Regierung. Die reagiert mit Gewalt und Verhaftungen.

Beirut - Seit sechs Wochen protestieren die Syrer gegen ihren Präsidenten Baschar Assad. Die Regierung reagiert mit Gewalt und Verhaftungen. Mehrere hundert Menschen sind bereits gestorben.

Die syrischen Behörden haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten in den vergangenen Tagen mehr als 1.000 Menschen festnehmen lassen. Der Vorsitzende der Nationalen Organisation für Menschenrechte in Syrien, Ammar Kurabi, erklärte am Dienstag, seine Gruppe habe die Namen der Menschen dokumentiert, die seit Samstag bei Razzien festgenommen worden seien. Viele weitere seien als vermisst gemeldet worden.

Der syrische Präsident Baschar Assad sieht sich seit sechs Wochen wachsender Proteste gegen seine Regierung ausgesetzt. Das Regime reagierte mit Gewalt. 545 Syrer sind seit Beginn der Offensive gegen die Protestbewegung nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten ums Leben gekommen.

Blutige Proteste in Syrien

Blutige Proteste in Syrien

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) forderte Syrien am Dienstag auf, ihm umgehend Zugang zu Menschen zu gewähren, die bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Soldaten verletzt wurden. Ein Sprecher sagte, man habe gemeinsam mit dem Roten Halbmond bisher nur Patienten in den Krankenhäusern der Hauptstadt Damaskus erreicht. Bislang sei es nicht möglich gewesen, Verletzte in der belagerten Stadt Daraa im Süden des Landes zu erreichen.

dapd

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