Töpfer: "Nach Ölkatastrophe nicht zur Tagesordnung übergehen"

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Tag und Nacht wird an den Stränden (hier beim Einsatz am Strand von Orange Beach in Alabama, USA) gearbeitet, um gegen die Folgen der Ölpest zu kämpfen.

Berlin/Hamburg - Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) sieht in der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Chance für eine neue Energiepolitik in den USA.

Töpfer sagte am Donnerstag im rbb-Inforadio: “Es wäre die Katastrophe in der Katastrophe, wenn man hinterher einfach zur Tagesordnung überginge.“ Solch eine Katastrophe “öffnet Augen und verändert Mentalitäten“.

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US-Präsident Obama habe nun die Chance, stärker auf erneuerbare Energien zu setzen, sagte der ehemalige UN-Umweltdirektor Töpfer. “Die Zeiten, in denen billiges Öl leicht gefördert werden konnte, sind vorbei. Die niedrig hängenden Früchte sind geerntet.“

USA kämpfen gegen die Ölpest

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Bei einem Wandel der Energiepolitik gehe es nicht um Ideologie sondern um klare ökonomische Entscheidungen. Töpfer verwies darauf, dass die Risiken der Ölförderung bisher nicht in die Preise einbezogen wurden: “Wir haben unseren Wohlstand auch über diese Energie subventioniert, dadurch, dass wir Kosten auf die Natur abgewälzt haben.“

dpa

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