Tripolis: Erneute Angriffswelle der Nato

Tripolis - NATO-Kampfflugzeuge haben in der Nacht zum Freitag mindestens zehn Luftangriffe im Großraum Tripolis geflogen. Dabei wurde eine Polizeiwache und ein Militärstützpunkt attackiert.

Vier Ziele befanden sich in der Nähe der Residenz von Machthaber Muammar al Gaddafi, verlautete aus libyschen Regierungskreisen. Sechs weitere Angriffe galten einer Polizeiwache und einem Militärstützpunkt in Hera und Asisija in der Nähe der Hauptstadt.

Libyen: Kämpfe zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen

Libyen: Kämpfe zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen 

Eines der prominentesten mutmaßlichen Opfer des Gaddafi-Regimes wurde unterdessen aus dem Golfstaat Katar nach Libyen abgeschoben. Imad al Obeidi hatte Journalisten am 26. März von ihrer Vergewaltigung durch Soldaten des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi berichtet. Danach wurde sie vor laufenden Kameras von Wachleuten weggeschleppt.

Al Obeidi flüchtete zunächst nach Tunesien und später nach Katar, von wo sie nun in die libysche Rebellenhochburg Bengasi abgeschoben wurde. “Wir laden sie ein zu bleiben - das ist ihr Land“, sagte ein Sprecher der Aufständischen, Dschalal al Gallal, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP.

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

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Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) verurteilte die Abschiebung al Obeidis. Sie sei “ein anerkannter Flüchtling und es gibt keinen Grund für ihre Abschiebung“, sagte UNHCR-Sprecherin Sybella Wilkes der AP. Ein Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, sagte, die USA beobachteten den Fall und wolle helfen, die Sicherheit al Obeidis zu gewährleisten.

dapd

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