Westerwelle reist nach Israel

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Außenminister Westerwelle will nach Israel reisen.

Berlin - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) reist noch am heutigen Montag in den Nahen Osten, um sich um ein Ende der Gewalt im Gazakonflikt zu bemühen.

Am Abend trifft Westerwelle in Tel Aviv zunächst den israelischen Außenminister Avigdor Lieberman. Am Dienstag sind nach Angaben des Auswärtigen Amts Gespräche mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geplant.

Bilder: Verwüstung im Gazastreifen

Gazastreifen: Angriffe gehen weiter

Am Wochenende hatte Westerwelle die Lage in Gaza und Südisrael als extrem gefährlich bezeichnet und mit Abbas telefoniert. Die Außen- und Verteidigungsminister der EU beraten an diesem Montag in Brüssel unter anderem über den Gaza-Konflikt.

Stein warnt vor Bodenoffensive

Der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein, hat vor einer Bodenoffensive im Gazastreifen gewarnt. „Man weiß ja nur, wie man reingeht. Man weiß nie, wie man rausgeht“, sagte Stein am Montag im Deutschlandfunk. Es müsse alles getan werden, um eine Bodenoffensive der israelischen Armee in dem palästinensischen Gebiet zu vermeiden. Allerdings gebe es verschiedene Varianten von Operationen am Boden, gab er zu Bedenken. Dabei könnten beispielsweise lediglich begrenzt Ziele angegriffen werden.

Um ein Ende der Gewalt zu erreichen, sei zunächst die Hamas gefordert, sagte er. Diese müsse den Beschuss von Orten in Israel einstellen. Die Ziele der Hamas seien unklar. Die Lage sei im Moment sehr undurchsichtig.

dpa/dapd

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