Brüderle begrüßt „im Land der Dirndl und Denker“

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Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle (l), beim Politischen Aschermittwoch in Dingolfing mit Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil.

Dingolfing - Beim politischen Aschermittwoch der FDP hat der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil den FDP-Bundestagsfraktionschef Rainer Brüderle „im Land der Dirndl und Denker“ begrüßt.

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Brüderle lasse sich seine natürliche Fröhlichkeit von niemandem nehmen, „und deshalb mögen wir Bayern solche Mannsbilder“, sagte Zeil in Dingolfing. Anschließend nahm er den Koalitionspartner CSU ebenso aufs Korn wie die Oppositionsparteien.

„Bayern ist zu schön, um es wieder den Schwarzen allein zu überlassen“, sagte Zeil sieben Monate vor der Landtagswahl.

FDP schießt sich auf die Grünen ein

Die FDP hat beim Politischen Aschermittwoch SPD und Grüne kräftig abgewatscht. Ihr Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Fraktionschef Rainer Brüderle, warf den Grünen Enteignung, Bevormundung und Heuchelei vor: „Die predigen Müsli und fressen Kaviar.“

Brüderle wurde bei der Veranstaltung in Dingolfing vom bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil „im Land der Dirndl und Denker“ willkommen geheißen. Viele FDP-Anhängerinnen trugen Dirndl, um Brüderle ihre Unterstützung gegen Sexismus-Vorwürfe zu signalisieren.

Eine Journalistin hatte Brüderle vorgeworfen, vor einem Jahr an einer Hotelbar eine anzügliche Bemerkung gemacht zu haben. Dabei soll der FDP-Spitzenkandidat unter anderem gesagt haben: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.“

Brüderle sagte, einige versuchten die FDP auszulöschen: „Der Gegenwind wird noch härter.“ Aber: „Die Nachrufe liegen seit Jahrzehnten auf Wiedervorlage“, und auch bei den Landtags- und Bundestagswahlen im September würden die Wahlergebnisse besser sein als die Umfragen. „Die Freien Demokraten gehören zu Deutschland wie die deutsche Fußball-Nationalelf“, sagte Brüderle.

Auch den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück ging Brüderle persönlich an: „Wofür steht er? Man muss ihm nur ein Stichwort liefern. Geld, Kohle, Asche, Moneten: Schon ist der Steinbrück zu allem bereit!“

dpa

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