Negativer Ausblick: EnBW muss sparen

Karlsruhe - Deutschlands drittgrößter Stromversorger EnBW will nach Verlusten im ersten Halbjahr einen verschärften Sparkurs fahren.

Wie der Stromkonzern am Freitag bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz in Karlsruhe mitteilte, hält er “aufgrund der weiterhin andauernden Belastungen“ am negativen Ausblick fest. Auch eine Kapitalerhöhung sei nicht auszuschließen. “Wir gehen weiterhin von einem Rückgang des operativen Ergebnisses um bis zu 25 Prozent gegenüber 2010 aus“, erklärte EnBW-Chef Hans-Peter Villis in einer Mitteilung. Deshalb prüfe man weitere Maßnahmen zur Ausgabenreduzierung und Kostensenkung.

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EnBW hatte bereits vor einigen Tagen mitgeteilt, dass der staatlich verfügte Atomausstieg den baden-württembergischen Stromversorger tief in die roten Zahlen gedrückt hat. Unter anderem aufgrund der Stilllegung von zweien seiner vier Atomkraftwerke und wegen Wertberichtigungen auf Unternehmensbeteiligungen fuhr der Versorger im ersten Halbjahr unter dem Strich einen Verlust von 588,3 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum hatten die Baden-Württemberger noch einen Gewinn von 899 Millionen Euro erzielt.

dpa

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