Outdoor-Marken verbieten Internetversand

München - Nach dem Sportartikelhersteller Adidas haben auch Outdoor-Marken wie Deuter und Lowa Händlern den Verkauf ihrer Produkte über Amazon oder andere Internetversandhändler verboten.

Nach dem Sportartikelhersteller Adidas haben auch Outdoor-Marken wie Deuter und Lowa Händlern den Verkauf ihrer Produkte über Amazon oder andere Internetversandhändler untersagt. „Wir wollen sicherstellen, dass die Endverbraucher mit unseren Produkten zufrieden sind. Dazu ist eine Beratung unerlässlich“, sagte Deuter-Verkaufsleiter Andreas Herrlinger am Dienstag in Gersthofen bei Augsburg und bestätigte damit einen Bericht von „Focus Online“. Bei Deuter und Lowa gelten die neuen Vertriebsvereinbarungen seit dem 1. März. Bei Adidas gelten derartige Richtlinien seit Jahresbeginn.

Lowa war neben der fehlenden Beratung auch die Präsentation der Produkte ein Dorn im Auge. „Die Art und Weise, wie die Marke dargestellt war, war bedenklich“, sagte Vertriebsleiter Matthias Wanner in Jetzendorf in Oberbayern. Es handele sich um hochpreisige und hochwertige Produkte, die auch in so einem Umfeld präsentiert werden sollen. Nach zwei Jahren wolle man bei Lowa die neue Regelung eventuell auf Europa ausweiten, sagte Wanner.

Noch immer findet man Produkte von Deuter und Lowa auf Online-Verkaufsplattformen - genau wie Adidas-Produkte noch im Internetversandhandel zu haben sind. Das können zum Beispiel Angebote von Privatpersonen sein, sagte Adidas-Sprecher Lars Mangels in Herzogenaurach. Oder Händler, die die Vertriebsvereinbarung nicht unterschrieben haben und ihre Vorräte verkaufen, sagte Deuter-Verkaufsleiter Herrlinger.

Eine Amazon-Sprecherin betonte aber, dass die Anbieter über Amazon einen eigenen Shop einrichten könnten und damit nicht auf Händler angewiesen seien: „Viele Markenhersteller nutzen die Möglichkeit, sich bei Amazon einen Markenshop einzurichten“. Zudem könnten Kunden weiterhin bei Amazon Produkte von Adidas, Deuter und Lowa bestellen, obwohl die Hersteller dort keinen Markenshop betreiben. Woher diese Produkte stammen, ließ sie allerdings offen. Anbieter sind auch Händler aus dem Ausland.

dpa

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