Personalmangel: Viele Krankenhäuser schließen OP-Säle

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Herzoperation in eine OP-Saal (archivbild). Viele deutsche Krankenhäuser müssen wegen Personalmangels offenbar ihre Operationssäle schließen.

Frankfurt/Main - Horror-Nachricht für Patienten: Zahlreiche deutsche Krankenhäuser müssen wegen Personalmangels offenbar ihre Operationssäle schließen.

Das sei das Ergebnis einer Studie, für die Wissenschaftler der Fachhochschule Frankfurt am Main bundesweit 150 Krankenhäuser und damit rund zehn Prozent der deutschen Kliniken befragt hätten, teilte die Hochschule am Mittwoch mit. 30 Prozent der untersuchten Kliniken können demnach ihre OP-Säle nicht mehr betreiben, da ihnen nicht genug Pflegekräfte für den OP- und Anästhesiebereich zur Verfügung stünden.

Ein Viertel der Häuser hätte angegeben, die OP-Leistungen zumindest einschränken zu müssen. Rund zwei Drittel der befragten Kliniken versuchen demnach, den Mangel an Pflegekräften mit Überstunden zu kompensieren. 75 Prozent hätten von Problemen bei der Besetzung freier Stellen berichtet.

Diesen Berufen vertrauen wir

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“Die Leistungsfähigkeit eines OP-Bereichs hängt nicht nur von den Operateuren und Anästhesisten ab, sondern auch in hohem Maße von dort eingesetzten Pflegepersonal“, sagte Studienleiter Thomas Busse. Zudem sei der OP-Bereich der “Motor einer jeden chirurgischen Klinik“. Wenn dieser stottere, habe das Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des gesamten Krankenhauses, sagte der Wissenschaftler.

Eine Ursache für die Missstände liegt laut Studie in der geringen Attraktivität des Pflegeberufs.

dpa

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