Arbeitsniederlegung an zwei Tagen

Streik bei Lufthansa Cargo noch diese Woche

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Ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo wird auf dem Flughafen in Frankfurt am Main mit Hilfsgütern für Japan beladen.

Frankfurt - Die Pilotenvereinigung Cockpit hat für diesen Mittwoch und Donnerstag Streiks bei der Frachtfluggesellschaft Lufthansa Cargo angekündigt. Es werde keine Flüge von deutschen Flughäfen geben.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat für Mittwoch und Donnerstag zu Streiks bei der Lufthansa Cargo AG aufgerufen. Die Flugkapitäne der Frachtflüge sollten durchgehend von Mittwoch um 3 Uhr bis Donnerstag um 22.30 Uhr die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft am Montagabend mit. Es werde keine Flüge von deutschen Flughäfen geben, teilte Cockpit am Montagabend in Frankfurt mit. Nach Angaben der Lufthansa sind 21 Flüge betroffen. Passagiermaschinen werden von dem Streikaufruf nicht tangiert.

Lufthansa: Streik ist "weder verständlich noch verhältnismäßig"

Mit dem Streik solle ein neuer Tarifvertrag Übergangsversorgung erreicht werden, erklärte die Vereinigung Cockpit weiter. Sie sei jederzeit "einigungsbereit", um Streiks abzuwenden. Der Konzernvorstand solle "endlich Signale" senden, "die eine Wiederaufnahme konstruktiver Verhandlungen ermöglichen".

Lufthansa kritisierte den erneuten Streikaufruf von Cockpit scharf, es sei der sechste der Gewerkschaft binnen weniger Wochen. Angesichts der Kompromissbereitschaft der Fluggesellschaft in den vergangenen Gesprächen sei der Streikaufruf "weder verständlich noch verhältnismäßig - insbesondere da Piloten von Lufthansa Cargo bereits heute bis zum Alter von 60 Jahren fliegen und kein einziger Pilot der Lufthansa Cargo von den von Lufthansa vorgeschlagenen Anpassungen der Übergangsversorgung betroffen wäre", hieß es in einer Erklärung des Unternehmens am Abend.

Lufthansa Cargo will mit Sonderflugplan dagegen halten

Lufthansa Cargo wird nach eigenen Angaben am Mittwoch einen Sonderflugplan erstellen, um trotz des Streiks möglichst viele Flüge absolvieren zu können. Da rund die Hälfte der Fracht an Bord der Passagierflugzeuge von Lufthansa und Austrian Airlines befördert werde, stehe den Kunden von Lufthansa Cargo auch während des angekündigten Streikzeitraums das weltweite Transportnetzwerk zur Verfügung, erklärte die Fluggesellschaft.

Hintergrund der Streiks ist der festgefahrene Streit um die Übergangsversorgung der Piloten. Sie erlaubt es Piloten bisher, ab dem Alter von 55 Jahren in den bezahlten Frühruhestand zu gehen. Der Konzern will die Altersgrenze erhöhen. Cockpit lehnt dies ab. Den Vorschlag der Lufthansa, die Altersgrenze individuell anhand der Dienstjahre eines Piloten festzulegen, wies die Gewerkschaft zurück.

dpa/AFP

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