US-Banken zahlen 68 Milliarden an Regierung zurück

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Amerikanische Großbanken zahlen Rettungshilfen zurück, um Auflagen zu umgehen.

Washington - Gut neun Monate nach der Annahme staatlicher Hilfen schicken sich einige der größten Banken in den USA an, den damit verbundenen Auflagen zu entkommen.

Als ersten Schritt zahlten zehn Banken, darunter JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Goldman Sachs und American Express, 68 Milliarden Dollar aus dem Bankenrettungsprogramm TARP zurück. Nun fehlt noch der Rückkauf von Aktienoptionen, die die Regierung im Gegenzug zu den Notkrediten erhalten hatte.

Die US-Regierung, damals noch unter Präsident George W. Bush, hatte nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers ein Bankenrettungsprogramm mit einem Volumen von 700 Milliarden Euro aufgelegt. Mit dem im Oktober 2008 vergebenen Stützungsmitteln verbunden waren freilich Begrenzungen der Managergehälter und weitere Einschränkungen für die Geldinstitute.

Erwartungen weit übertroffen

Zusammen mit Zahlungen kleinerer Geldhäuser haben US-Banken inzwischen insgesamt 70 Milliarden Dollar aus dem Rettungsfonds zurückerstattet. Damit sind die 25 Milliarden Dollar weit übertroffen, die Finanzminister Timothy Geithner für das ganze Jahr an Rückzahlungen erwartet hatte. Das Geld fließt an den Rettungsfonds zurück und könnte nötigenfalls wieder ausgeliehen werden.

Allerdings besitzt die Regierung immer noch Aktienoptionen an den betroffenen Banken. Bevor diese abgelöst sind, fallen die mit den Notkrediten verbundenen Auflagen nicht weg. Die Banken wollen die Optionen zurückkaufen, streiten mit dem Finanzministerium aber noch über den Preis. Für Freitag wurde nach Angaben aus Finanzkreisen eine Ankündigung über die Optionspreise erwartet.

AP

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