US-Starinvestor

Buffett muss im Schlussquartal Abstriche machen

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Warren Buffett.

Omaha - Börsenguru Buffett verdient mit seinen Finanzanlagen weiter Milliarden, auch wenn der Gewinn zuletzt zurückging. Anleger interessiert aber ohnehin mehr, wer den 84-Jährigen bei seiner Firma Berkshire beerben soll. Die Entscheidung könnte schon gefallen sein.

Investorenlegende Warren Buffett hat zum Jahresende einen Durchhänger gehabt: Der Gewinn seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway fiel im vierten Geschäftsquartal um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 4,16 Milliarden Dollar (3,72 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Samstag mitteilte.

Doch Buffett hat sein glückliches Händchen für Finanzanlagen nicht verloren: Im gesamten Jahr 2014 stieg der Profit bei Berkshire von 19,5 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 19,9 Milliarden Dollar.

Bei Anlegern genießt der 84-jährige Multimilliardär mit Vorliebe für US-Konzerne wie Coca-Cola oder IBM ohnehin Kultstatus. Die Berkshire-Aktie stieg 2014 um 27 Prozent.

2015 ist für Buffett ein Jubiläumsjahr. Seit 1965 führt er die Investmentgesellschaft, die heute mehr als 350 Milliarden Dollar wert ist. Zu dem Konglomerat gehören über 80 Firmen von großen Versicherern über eine Frachteisenbahn bis hin zu Zeitungen.

Doch der Börsenguru wird nicht jünger, deshalb wollen seine Anhänger wissen, wer einmal seine Nachfolge antreten wird. In seinem jährlichen Brief an die Investoren geht Buffett nun stärker als je zuvor auf diese Frage ein.

Das Schreiben enthält eine Passage mit der Überschrift „Die nächsten 50 Jahre bei Berkshire“, in der Buffett versichert: „Wir haben die richtige Person, um mich als CEO zu ersetzen - einen Nachfolger, der den Job an dem Tag übernehmen kann, nach dem ich gestorben oder abgetreten bin.“

Ist bereits eine Personalentscheidung getroffen worden? Buffetts Vize Charles Munger, der angesichts seines hohen Alters von 91 Jahren selbst nicht als Nachfolger in Frage kommt, gab deutliche Hinweise. Anscheinend soll Greg Abel oder Ajit Jain das Erbe von Buffett antreten. Beide sind langjährige Berkshire-Spitzenmanager und werden von Analysten schon länger als aussichtsreiche Kandidaten gehandelt.

dpa

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