Abschied vom Bee-Gees-Sänger

Robin Gibb zu Grabe getragen

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In der Pferdekutsche wird Robin Gibbs Leichnam zur Beerdigung gefahren.

London - Freunde und Angehörige haben am Freitag im britischen Städtchen Thame Robin Gibb von den Bee Gees die letzte Ehre erwiesen.

Die Trauergemeinde wurde von Robin Gibbs Bruder und Bee-Gees-Mitglied Barry (65), seiner Witwe Dwina sowie den Kindern Spencer, Melissa und RJ angeführt. Gibbs Mutter war nach Informationen der BBC aus Australien zur Trauerfeier für ihren Sohn eingeflogen. 

Gibb hat auch das Drehbuch für seine eigene Beerdigung entworfen. „Er wollte seiner Stadt und seinen Fans ein letztes Lebewohl sagen“, hieß es von der Familie. In der Kirche wurde der Bee-Gees-Song „I Started A Joke“ gespielt. Auch Titel aus einem Requiem, das der 62-Jährige noch kurz vor seinem Tod zum 100. Jahrestag des „Titanic“-Untergangs geschrieben hatte, wurden bei dem Gottesdienst unter Ausschluss der Öffentlichkeit intoniert - unter anderem der Titel „Don't Cry Alone“.

Abschied vom Bee-Gees-Sänger Robin Gibb

Abschied vom Bee-Gees-Sänger Robin Gibb

Barry Gibb widmete seinem jüngeren Bruder ein Gedicht, das er „Ode an Rob“ nannte. „We will all be together one day. So fly away Rob, fly away“ („Wir werden eines Tages alles zusammen sein. Also flieg', Rob, flieg'.“) heißt es darin. Auch Gibbs Witwe Dwina schrieb ein Geicht für ihren verstorbenen Ehemann unter dem Titel „My Songbird Has Flown“ („Mein Singvogel ist weggeflogen.“).

Zuvor hatten vier mit Trauerflor geschmückte Friesen-Rappen die gläserne Kutsche mit Gibbs Sarg von seinem Wohnhaus durch die Straßen des Ortes zur Kirche gezogen. Auch seine beiden Wolfshunde „Ollie“ und „Missy“ liefen im Trauerzug mit.

Bee-Gees-Sänger Robin Gibb: Ein Leben für die Musik

Bee-Gees-Sänger Robin Gibb: Ein Leben für die Musik

Hunderte Fans säumten die Straßen, um dem Superstar der Disco-Ära die letzte Ehre zu erweisen, darunter viele Altersgenossen. „Seine Musik hat mich ein Leben lang begleitet“, sagte ein Fan. Robin Gibb war in seiner Heimatstadt, in der er seit 19 Jahren mit seiner Frau Dwina gelebt hatte, als angesehener und beliebter Bürger. „Im vergangenen Jahr hat er noch feierlich die Weihnachtsbeleuchtung angeschaltet“, sagte Bürgermeister Nigel Champken-Woods der BBC.

Gibb hatte monatelang gegen eine schwere Krebserkrankung gekämpft. Schließlich starb er an Nierenversagen.  

dpa

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