Peinlichstes Ereignis 2011 gekürt

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Die Bambi-Verleihung an Bushido wurde zum peinlichsten Ereignis 2011 gekürt.

Berlin - Anwärter gab es viele: Ob die Diskussion um Thomas Gottschalks Nachfolger bei "Wetten, dass..?", oder der Bushido-Bambi. Nun wurde das peinlichste Ereignis des Jahres gewählt.

Der Goldene Günter für “die Peinlichkeit des Jahres“ im Mediensektor geht dieses Jahr an den Bambi für den Rapper Bushido. Die Auszeichnung sei als Kritik an der Entscheidung der Bambi-Jury zu verstehen, ausgerechnet den wegen seiner öffentlichen Aussagen umstrittenen Musiker Bushido in diesem Jahr “mit einem Integrationsbambi für seinen Einsatz um ein “respektvolles Miteinander““ auszuzeichnen, teilte der Internetmediendienst dwdl.de am Donnerstag mit. Der Goldene Günter wird von den dwdl.de-Lesern vergeben.

7000 Menschen hatten an der Abstimmung teilgenommen, 31,6 Prozent hatten sich für den Bushido-Bambi entschieden. Auf Platz zwei landete mit 23,6 Prozent die RTL-Sendung “Mietprellern auf der Spur“. Die Dreharbeiten waren von umstrittenen Methoden bei dem von Imago TV produzierten und Vera Int-Veen präsentierten Format begleitet - die zuständige Landesmedienanstalt in Niedersachsen hat bereits ein Verfahren gegen die Sendung eingeleitet. Der dritte Platz geht mit 10,3 Prozent an die endlose Diskussion über einen Nachfolger für Thomas Gottschalk bei der ZDF-Show “Wetten, das..?“.

Der Goldene Günter, der nur symbolisch vergeben wird, ist benannt nach dem ehemaligen ARD-Programmdirektor Günter Struve (71), der bis 2008 das Amt bekleidete. Struve hatte in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ eine Sendung von “Schmidt & Pocher“ in der ARD als “ziemlich ui-jui-jui“ bezeichnet. Seitdem vergibt dwdl.de den Goldenen Günter für Leistungen, die ziemlich “ui-jui-jui“ waren. 2010 gewann die “Oliver Pocher Show“ (Sat.1) den Preis, vor zwei Jahren ging er an die ZDF-Gremien für das Hin und Her bei der Wahl des ZDF-Chefredakteurs.

dpa

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