US-Schauspielerin der 50er Jahre

Eleanor Parker mit 91 Jahren verstorben

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Eleanor Parker (links) mit ihren Schauspielkollegen Ernest Borgnine und Susan Hayward nach ihrer Oscarnominierung im Februar 1956.

Los Angeles - Für ihre Filmerfolge wurde Eleanor Parker gleich drei Mal für den Oscar nominiert. Mit ihren Charakterrollen begeisterte die Filmdiva in den 1950er Jahren ihre Fans.

Die US-Schauspielerin Eleanor Parker, die in den 1950er Jahren für drei Oscars nominiert war, ist tot. Wie der Sender CNN unter Berufung auf einen Freund der Parker-Familie berichtete, starb die Schauspielerin am Montag (Ortszeit) in einem Krankenhaus nahe Palm Springs im US-Bundesstaat Kalifornien. Auch Parkers Sohn bestätigte der „Los Angeles Times“ den Tod der Schauspielerin. Nach einer Lungenentzündung habe es Komplikationen gegeben.

Die 1922 im US-Bundesstaat Ohio geborene Parker gab ihr Filmdebüt 1941 in dem Western „Sein letztes Kommando“. Dreimal wurde sie für einen Oscar nominiert: als Gefangene in dem Film „Frauengefängnis“ (1950), als Leinwandehefrau von Kirk Douglas in „Polizeirevier 21“ (1951) und als kranke Opernsängerin in „Unterbrochene Melodie“ (1955). Sie spielte an der Seite von Leinwandgrößen wie Frank Sinatra und Clark Gable. Parker entwickelte sich zu einer der großen Filmdiven der 50er Jahre und wurde von Kritikern, die sie oft als „Star mit den 1000 Gesichtern“ bezeichneten, begeistert gefeiert.

Mit Julie Andrews und Christopher Plummer war sie in dem in den USA sehr beliebten Filmmusical „Meine Lieder, meine Träume“ (1965) als unterkühlte Baronin zu sehen. „Sie war und ist eine der schönsten Frauen, die ich je gekannt habe“, sagte Plummer in einer Mitteilung. „Ich kann die traurige Nachricht kaum glauben.“

In den 70er Jahren konzentrierte sich Parker hauptsächlich auf das Fernsehen, bevor sie sich dann nach einem letzten TV-Film 1991 ganz aus dem Geschäft zurückzog. Die frühere Filmdiva war viermal verheiratet und hat vier Kinder. „Ich bin in erster Linie eine Charakterdarstellerin“, hatte sie einmal in einem Interview gesagt. „Ich habe so viele verschiedene Individuen auf der Leinwand porträtiert, so dass meine eigene Persönlichkeit dort nie hervorgetreten ist.“

dpa

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