Nadja Uhl wollte aus DDR-Alltag ausbrechen

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Nadja Uhl wollte immer aus dem DDR-Alltag ausbrechen.

München - Nadja Uhl, in der DDR aufgewachsene Schauspielerin, wollte sich den Normen des dortigen Alltags nicht fügen. Sie hat das Gefühl geplagt, die Welt nicht entdecken zu dürfen.

Sie habe immer ihren eigenen Kopf gehabt und ausbrechen wollen, sagte die 40-Jährige, die in der Verfilmung von Uwe Tellkamps „Der Turm“ mitspielte, der Illustrierten „Bunte“ laut Vorabbericht. „Aus Konventionen, aus den alles lähmenden politischen Floskeln“, fügte sie hinzu. Sie erinnere sich an das Gefühl, die Welt entdecken zu wollen und es nicht zu dürfen.

Obwohl sie behütet aufgewachsen sei, sei sie sich auch als Kind der Gefahr bewusst gewesen, dass falsche Bemerkungen Repressalien auslösen konnten, sagte sie. In der Schule oder im Freundeskreis habe sich durch Verrat von einem Tag auf den anderen alles ändern können. Der Zweiteiler „Der Turm“ läuft am 3. und 4. Oktober in der ARD.

dapd

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