Verwirrung um Michael Jacksons Leibarzt

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Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray muss sich der Justiz stellen.

Los Angeles/New York - Conard Murray, Michael Jackson Leibarzt, muss sich der Justiz stellen. Was genau passiert, ist unklar. Erst hieß es, er stelle sich, nun sollen Verhandlungen unterbrochen worden sein.

Verwirrung um das Prozedere beim Verfahren gegen Michael Jacksons Leibarzt: Die Staatsanwaltschaft habe ihre Gespräche mit den Anwälten des Kardiologen Conrad Murray abgebrochen, meldete der TV-Sender CNN am Freitag unter Berufung auf einen Behördenvertreter. Murrays Anwalt Ed Chernoff dagegen erklärte: “Ich weiß nicht, welche Verhandlungen da abgebrochen werden könnten. Wir wollen uns schließlich aus freien Stücken zu jeder gewünschten Zeit in die Hände der Justiz begeben.“

Der Staatsanwalt betonte jedoch nur, alles solle “in naher Zukunft“ über die Bühne gehen. Murrays zweiter Anwalt Michael Flanagan hatte zuvor angekündigt, der Arzt werde sich am Freitagnachmittag Ortszeit (22.30 Uhr MEZ) stellen. “Ich rechne mit einer Anklage wegen fahrlässiger Tötung, worauf wir mit ,nicht schuldig' plädieren werden“, sagte Flanagan. Er werde für seinen Mandanten sofort Kaution hinterlegen. Es werde “Bände von Beweismitteln und Zeugenberichten“ der Anklage geben, die Murrays Team von eigenen Experten analysieren lassen müsse.

Die Beerdigung von Michael Jackson auf dem Forest-Lawn-Friedhof

Die Beerdigung von Michael Jackson auf dem Forest-Lawn-Friedhof

Im Falle eines Schuldspruchs wegen fahrlässiger Tötung drohen dem Arzt bis zu vier Jahre Haft. Nach dem überraschenden Tod Jacksons im vergangenen Juni hatte Murray zugegeben, den Popstar mit starken Medikamenten - darunter dem Narkosemittel Propofol - behandelt zu haben. Dem Totenschein zufolge starb der “King of Pop“ an einer “akuten Vergiftung“ mit Propofol. Murray hatte dem 50-jährigen Jackson am frühen Morgen des 25. Juni etliche Beruhigungsmittel gegeben, die dem Star zum Verhängnis wurden.

dpa

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