Puppenspielen für Erwachsene

1000 Besucher strömen zu den Puppenfesttagen nach Eschwege – 140 Aussteller

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Hellauf begeistert von den Eschweger Puppenfesttagen: Corinna Greiner-Husar (links) und Tochter Deborah Greiner, die extra aus der Nähe von Mainz anreisten.

Puppenfreunde aus ganz Europa haben die Puppenfesttage am Wochenende in die Kreisstadt Eschwege gelockt. Angeschlossen: ein Teddytreffen und ein verkaufsoffener Sonntag. 

An einem Stand in der Halle am Dünzebacher- Tor-Turm befüllen Kinder ihre eigenen Stofftiere, während einige Meter weiter die Tombola mit tollen Preisen lockt und zahlreiche Besucher entweder nach neuen Puppen oder nach Zubehör für diese suchen. 

Die Puppenfesttage mit großem Teddytreffen lockten am Wochenende wieder rund tausend Besucher und 140 Aussteller nach Eschwege, die nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Spanien, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden zu dem Event anreisten.

Puppenfesttage mit 140 Ausstellern: Angebot variiert 

Dass das Angebot von Land zu Land variiert, Puppen und Bekleidung hier teilweise anders hergestellt und gestaltet werden, weiß Veranstalterin Leokadia Wolfers. Auf die Frage nach Neuheiten und Besonderheiten erklärt sie: „Der Höhepunkt ist Eschwege.“

 Denn während das Interesse an Puppen allgemein geringer werde, erwarten viele der Besucher und Aussteller die Festtage in Eschwege sehnsüchtig. Seit dem 18. Juli hat Deborah Greiner die Tage bis zu diesem Event gezählt, hat für die Ausstellerin, von der sie heute ihr zweites Reborn- Baby gekauft hat, ein Geschenk mitgebracht.

Sehr begeistert von den Puppenfesttagen zeigte sich neben ihr ihre Mutter Corinna Greiner-Husar, die mit ihr aus der Nähe von Mainz anreiste und sich bei der Veranstalterin für die tolle Ausrichtung des Wochenendes bedankte. Dass die Reborn-Babys Menschen im Alter von 15 bis 60 Jahren begeistern, weiß die Veranstalterin und sowohl in der Stadthalle, der Jahnhalle und der Halle am Dünzebacher-Tor-Turm als auch in der Eschweger Innenstadt waren Besucher mit Reborn-Babys unterwegs.

Erst- und vermutlich auch letztmalig stellte Mandy Schumann aus Erfurt hier aus. An ihrem Stand waren unter anderem Reborn-Babys mit Schläuchen in einem Brutkasten zu sehen, was die Besucher am Stand zwar begeistert habe, bei anderen aufgrund der realistischen Darstellung jedoch auf starke Kritik gestoßen sei.

Puppen - aber so echt wie möglich 

Dass es gerade die Aufgabe beim Gestalten von Reborn-Babys sei, alles so echt wie möglich aussehen zu lassen, erklärt die Kinderkrankenschwester, die hiermit Beruf und Hobby verbinden wollte. Um das Gestalten von Fantasy-Charakteren als Babys und das Rekreieren ihrer Vorgeschichte geht es dagegen den Künstlerinnen White Raven und Wesen’s Costumes. Das professionelle Fantasy-Modell gestaltet die Puppen, während die gelernte Rüstungsmacherin die Kostüme entwirft und herstellt.

„Jeder kennt die Figur Legolas, aber keiner kennt seine Geschichte“, sagt White Raven aus München. Mit ihren Fantasy-Dolls und aufwendigen Fotos, für die sie in die Rolle des jeweiligen Elternteils der Figur schlüpft, erreichen beide sowohl Fans der jeweiligen Filme und Spiele als auch diejenigen, die die Gestaltung der Puppen interessiert.

Eine inzwischen eher ältere Kundschaft spreche dagegen der Stand von Hildegard Giessler aus Melsungen an. Seit den ersten Puppenfesttagen gehört dieser dazu, bietet Bären, Puppen und Miniaturen, die von einem Büfett bis hin zu Werkzeug wie einer funktionstüchtigen Schraubzwinge reichen, sodass ein Puppenhaus detailgetreu eingerichtet werden kann.

Puppenfesttage in Eschwege 

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