Hundertausende Masken aus China sind da

Michael Windus Masken Eschwege
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Hat für 200 000 Euro Atemschutzmasken aus China geliefert bekommen: Michael Windus (rechts) mit Vertriebsmitarbeiter Marcus Schmidt.

100.000 Atemschutzmasken aus China sind jetzt in Eschwege eingetroffen. Der Eschweger Unternehmer Michael Windus vertreibt sie an Kliniken, Arztpraxen und andere Betriebe.

Eschwege.  Dutzende Kartons mit Atemschutzmasken aus China lässt der Eschweger Elektromeister Michael Windus derzeit im Werra-Meißner-Kreis und darüber hinaus ausfahren. Seine Kunden sind unter anderem Kliniken, Ärzte und Apotheker, aber auch Firmen.

Alle Masken sind bereits ausgeliefert

Bis nach Sachsen, Schleswig-Holstein und Bayern gehen die Pakete. 10 000 FFP3-Masken hat Windus von seinem chinesischen Geschäftspartner per Luftfracht erhalten. Alle sind bereits ausgeliefert. „Wir bekommen immer noch Anrufe ohne Ende, aber die Masken des höchsten Standards sind jetzt nicht mehr zu bekommen“, berichtet der Handwerker. Der Weltmarkt sei „leer gefegt“.

FFP2- Masken auch in China nicht mehr erhältlich 

„Auch die FFP2-Masken sind nicht mehr ohne Weiteres in China zu kaufen“, sagt Windus. Die Behörden der Volksrepublik verlangten einen chinesischen Bürgen. Zudem müsse der Käufer bereits seit zwei Jahren Geschäfte mit der Volksrepublik machen, um zum Zuge zu kommen, so der Handwerker. 1457 Bestellungen für insgesamt 140 000 FFP-2-Masken hat Windus im März und April angenommen. Weitere 1011 Kunden orderten insgesamt 450 000 einfache Mund-Nasen-Masken.

Kunden reagierten zunächst zurückhaltend

„Wir haben hunderte Arztpraxen, Apotheken und Kliniken angerufen“, berichtet Vertriebsmitarbeiter Marcus Schmidt. Auch produzierende Unternehmen, die mit Lacken, Pulvern oder Stäuben zu tun hätten, seien kontaktiert worden. Sie benötigten ebenfalls Masken, bekämen sie aber aufgrund der großen Nachfrage nicht mehr so einfach über den Fachhandel. „Viele potenzielle Kunden haben zurückhaltend reagiert“, räumt der Vertriebsmitarbeiter ein. Insbesondere die Anzahlung von gut 30 Prozent habe abschreckend gewirkt.

Unternehmen ist mit 200.000 Euro in Vorleistung gegangen

„Wir sind mit 200 000 Euro in Vorleistung gegangen“, erklärt Windus das Vorgehen. Er stehe für die Qualität der Lieferung ein. Für alle Masken lägen CE-Zertifikate vor, versichert der Unternehmer. Sein eigentliches Geschäft seien normalerweise Geothermieanlagen sowie die Produktion von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge.

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