Einer von fünf in Hessen

122.000 Euro für Werra-Meißner-Kreis, um Gesundheits-Netzwerk aufzubauen

Gesundheitsförderung und Prävention sind das Ziel des Förderprogramms der gesetzlichen Krankenkassen, die jetzt den Werra-Meißner-Kreis als einen der ersten fünf hessischen Kreise ausgesucht hat.
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Gesundheitsförderung und Prävention sind das Ziel des Förderprogramms der gesetzlichen Krankenkassen, die jetzt den Werra-Meißner-Kreis als einen der ersten fünf hessischen Kreise ausgesucht hat.

Der Werra-Meißner-Kreis erhält für den Aufbau gesundheitsförderlicher kommunaler Steuerungsstrukturen in den nächsten drei Jahren insgesamt rund 122 000 Euro. Der Landkreis zählt damit zu einem von nur fünf Kreisen in Hessen

Das Geld stammt aus dem kommunalen Förderprogramm des Bündnisses für Gesundheit der gesetzlichen Krankenkassen. Mit diesem Förderprogramm unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen „sozio-ökonomisch benachteiligte Kommunen beim Auf- und Ausbau gesundheitsförderlicher Steuerungsstrukturen“.

Zu Projektbeginn hatte die neue Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention eine Online-Befragung in Auftrag gegeben, um einen Überblick über den Status quo zu erhalten. An der Befragung haben sich kreisangehörige Gemeinden und Städte, die Kreisverwaltung, kreiseigene Betriebe und Akteure aus der Arbeitsgruppe Soziale Infrastrukturen beteiligt. Ergebnis: Gesundheitsförderung und Prävention spielen für einen Großteil der Teilnehmer eine wichtige Rolle. „Gesundheit ist das höchste Gut“, nennt Thomas Mäurer, Bürgermeister von Weißenborn, ein Ziel im Hinblick auf Gesundheitsförderung und Prävention in seiner Gemeinde.

Um nach der ersten Befragung ein umfassenderes Bild zu erhalten, sollen weitere Akteure im Rahmen einer zweiten Befragung beteiligt werden. Auch die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in den Prozess einbringen können, heißt es vonseiten des Verbands der Ersatzkassen in Hessen.

Im Fachbereich Gesundheit des Werra-Meißner-Kreises wurde aufgrund der GKV-Förderung die „Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention“ geschaffen. „Die Koordinierungsstelle unterstützt den Aufbau eines ressort- und trägerübergreifenden Netzwerks mit dem wichtigen Ziel, gesundheitsförderliche Lebensverhältnisse für die Menschen der Region weiter zu entwickeln“, sagt Landrat Stefan Reuß. Von dem Förderprogramm könnten insbesondere „Menschen in belastenden Lebenssituationen oder mit gesundheitlichen Risiken davon profitieren“, sagt Anja Fett, Koordinatorin Gesundheitsförderung und Prävention des Werra-Meißner-Kreises. Finanziert wird damit auch die Suche nach Landärzten.

Die Förderung erfolgt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen. Bundesweit stehen 40 Millionen Euro dafür bereit. Neben dem Werra-Meißner-Kreis sind in Hessen auch die Kreise Vogelsberg und Waldeck-Frankenberg sowie die kreisfreien Städte Kassel und Offenbach am Main förderberechtigt. (Tobias Stück)

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