Geräuchert und gegrillt

20. Eschweger Wurschtfest lockt Zehntausende in die Innenstadt

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Muss sich gar nicht mehr beraten lassen: Martin Riemschneider aus Bebra weiß genau, welche Wurst er bei Uwe Zeuch und Antonia Linhose vom Teichhof in Grandenborn kaufen möchte. 

Eschwege. Verführerisch hat es am Sonntag bereits in den Vormittagsstunden in der Eschweger Innenstadt gerochen: Zum 20. Mal wurde dort das Wurschtfest  ausgerichtet. 

So gut wie aus jeder Ecke stieg den Besuchern der Geruch von Gegrilltem, Gekochtem und Geräuchertem in die Nase.

Die meisten der Besucher, von denen sich die Kreishandwerkerschaft im Vorfeld 20.000 erhofft hatte, gaben sich dieser Verführung dann auch hin und probierten die angebotene Ware, die von mehr als 30 Fleischern und weiteren Direktvermarktern angeboten wurde – die alle aus der Region kamen. „Wir schätzen die Qualität der hier angebotenen Waren“, sagt zum Beispiel der gebürtige Eschweger Uwe Gimbel, der mittlerweile in Hofgeismar-Hombressen lebt. Er schätze vor allem die kleineren Stände. „Bei uns im Kasseler Raum gibt es vor allem luftgetrocknete Wurst, hier sind auch geräucherte dabei oder welche mit Kümmel“, lobt er die Auswahl.

Wie er sind viele der Wurschtfest-Besucher richtige Auskenner: An den Probierstücken wird gerochen, nach den Gewichten einzelner Stracken gefragt. Und auch der Darm spielt eine große Rolle: „Wir haben früher selbst geschlachtet“, erklärt zum Beispiel Evelyn Fischbach aus Eschwege, warum sie sich so gut auskennt, „wir wissen deshalb mittlerweile auch, welchen Stand wir hier ansteuern.“

Das gilt auch für die Eheleute Christa und Karl-Heinz Fernau aus Hoheneiche. Zwar schlendere man natürlich über den gesamten Markt, letztendlich seien es aber doch immer die gleichen Betriebe, wo die eine, richtige Wurst gekauft wird.

Wer des Fleisches im Laufe des Tages überdrüssig wurde, kam übrigens auch anderweitig auf seine Kosten: Fisch war auf dem Fest ebenso zu finden wie der französische Markt „Le Marché“, auf dem diverse Käse- und Nougatsorten erstanden werden konnten. Und auch ungarische Spezialitäten und jede Menge Kräuter konnten gekauft werden; auf dem Marktplatz konnten Kinder zudem ihre eigenen kleinen Brötchen backen.

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