Nur 80 Sonnenstunden seit Dezember / Lichtblick am Donnerstag

2013 - der trübste Winter aller Zeiten

Eschwege. Feucht, grau und dunkel: Der Werra-Meißner-Kreis steuert wie ganz Hessen auf den trübsten Winter aller Zeiten zu. Seit Anfang Dezember zeigte sich die Sonne fast gar nicht mehr.

Der Deutsche Wetterdienst schätzt, dass zum Ende des meteorologioschen Winters in zwei Tagen nicht mehr als 80 Sonnenstunden zusammenkommen. Das wäre die geringste Sonnenscheindauer während eines Winters seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951. Normalerweise werden mit 140 Stunden fast doppelt so viele Sonnennstunden gezählt. Den bisher trübsten Winter in Hessen hatte es 1970 gegeben. Damals waren 82,5 Sonnenstunden registriert worden.

Der Eschweger Freizeit-Meteorologe Torsten Rost, der Daten für den Wetterdienst sammelt, sagte, zwar würden die Sonnenstunden selbst hier nicht gezählt, jedoch sei das dauerhaft trübe Wetter „sehr bemerkenswert“. Als Ursache nennt er, dass es im Verlauf des Winters nur wenige Hochdruckgebiete gegeben habe und daher nur wenig kalte und trockene Luft in die Region geflossen sei. „Wenn es kalt war, war es auch immer feucht“, so Rost. Auch nachts sei es sehr häufig bewölkt gewesen. „Es gab so gut wie keine sternenklaren Nächte“.

Wegen der dauerhaften Bewölkung haben die Temperaturen auch nicht die Tiefstwerte der vergangenen Jahre erreicht. Am kältesten war es an der Eschweger Wetterstation in diesem Winter bislang bmit -13,3 Grad am 15. Januar. Die Höchsttempearatur wurde am 30. Januar mit 13,4 Grad registiert.

Einen Lichtblick sieht der Eschweger Meteorologe für morgen. Dann soll die Sonne wenigstens für zweieinhalb Stunden sichtbar am Himmel erscheinen. Heute hingegen bleibt es noch relativ trüb. Bis Freitag soll es mit drei bis fünf Grad etwas wärmer werden, zum Wochenende fallen die Temperaturen dann wieder auf den Gefrierpunkt zurück.

Von Dieter Salzmann

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