Verfolgungsjagd in Eschwege

23-Jähriger rammte nach Streit das Auto, in dem seine Exfreundin saß - Jetzt Geldstrafe

Werra-Meißner. Weil er eine Verfolgungsfahrt in Eschwege provoziert und dabei ein Auto beschädigt hat, ist gestern ein 23-Jähriger aus dem Werra-Meißner-Kreis vor dem Amtsgericht Eschwege zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Zudem muss er seinen Führerschein abgeben.

Vorausgegangen war der Tat, die Ende Juni passierte, ein Beziehungsstreit: Eine 21-Jährige hatte dem Angeklagten per Whatsapp mitgeteilt, dass deren Beziehung zu Ende sei. Anschließend kontaktierte sie den damals noch 24-jährigen besten Kumpel ihres Exfreundes, der mit ihr und einem 23-Jährigen nach Eschwege fuhr.

Auf der Fahrt begegnete ihnen dann der derzeit arbeitslose Exfreund, der die Verfolgung aufnahm: „Wie bei Alarm für Cobra 11“, sagt die Richterin, habe der Angeklagte das Auto seines bis dahin besten Freundes überholt und dann so stark abgebremst, dass der in eine Seitenstraße ausweichen musste. Dort setzte der Angeklagte erneut zum Überholen an und blieb quer auf der Straße stehen. „Ich bin rückwärts wieder weggefahren“, sagte der 24-Jährige, „ich war total panisch.“ Der 23-jährige Angeklagte ließ sich davon nicht beeindrucken, setzte sich erneut hinter das andere Auto und rammte es zweimal. Entstanden ist dabei ein Schaden von 4600 Euro.

Er bereue, was er getan habe, ließ der Angeklagte über seinen Anwalt verlauten. Der forderte, die Geldstrafe unter 900 Euro zu belassen, die Richterin folgte aber dem Antrag des Staatsanwaltes. „Er hat recht, wenn er sagt, dass so jemand nicht auf die Straße gehört.“

Dass der junge Mann seinen Führerschein acht Monate, nachdem das Urteil rechtskräftig geworden ist, nicht zurückbekommt, liegt auch an einem weiteren Fall: Wenige Wochen nach der ersten Tat, als der Führerschein schon weg war, fuhr er dennoch Auto – und wurde dabei von der Polizei erwischt.

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