2775 Menschen brauchen im Alltag Unterstützung von Betreuern

Werra-Meißner. Immer mehr gesundheitlich beeinträchtigte Menschen kommen mit der Bewältigung des Alltags nicht mehr alleine zurecht. Ihnen wird deshalb ein Betreuer zur Seite gestellt, der ihre Rechtsgeschäfte regelt.

Im Werra-Meißner-Kreis ist die Zahl der Betreuungsverfahren im laufenden Jahr weiter gestiegen. Nach Angaben des Amtsgerichts Eschwege standen im Juni 2775 Menschen unter Betreuung. Das sind 75 Personen mehr als im September 2013.

„Die Krankheitsbilder, die zu einer angeordneten Betreuung führen, sind sehr unterschiedlich - wobei psychische und dementielle Erkrankungen im Vordergrund stehen dürften“, erklärt Dr. Alexander Wachter, Direktor des Amtsgerichts Eschwege. Den Grund für die stetige Zunahme sieht er im demografischen Wandel. Es sei aber nicht so, dass nur oder vorwiegend für hochbetagte Personen eine Betreuung eingerichtet werden müsse. „Auch immer mehr jüngere Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen und kommen in bestimmten Lebensbereichen nicht mehr allein zurecht“, berichtet Wachter.

In solchen Fällen wird ein Betreuer aus der Familie gewählt. Gibt es keine Angehörigen, besteht ein Interessenkonflikt oder wäre ein Familienmitglied überfordert, wird geprüft, ob es einen geeigneten ehrenamtlichen Betreuer gibt. (fis)

Fragen und Antworten rund um das Thema "Betreuung" lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der Werra-Rundschau.

Rubriklistenbild: © dapd

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare