Arbeitsmarktbericht

Über 3000 Firmen in Nordhessen haben Kurzarbeit angemeldet

Über 3000 Firmen in Nordhessen haben Kurzarbeit angemeldet
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Über 3000 Firmen in Nordhessen haben Kurzarbeit angemeldet

Über 3000 Unternehmen in Nordhessen haben wegen der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet. Betroffen ist auch der Werra-Meißner-Kreis.

  • Das Coronavirus breitet sich in Nordhessen aus.
  • Viele Unternehmen haben bereits Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angemeldet.
  • Über 3000 Stück sind betroffen.

Zwischen 3100 und 3200 Unternehmen haben im März im Arbeitsagenturbezirk Kassel, zu dem auch der Werra-Meißner-Kreis gehört (außerdem Stadt und Landkreis Kassel) Kurzarbeit angezeigt.

Das geht aus dem am Dienstag vorgelegten Bericht der Behörde hervor. Für den enormen Anstieg der Anträge auf Kurzarbeit gibt es einen Grund: die Coronakrise.

„Mittel- bis langfristig“, sagte Agenturchef Detlef Hesse am Dienstag bei der Vorstellung des Monatsberichts, „muss mit Entlassungen und einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der Region gerechnet werden.“

Detlef HesseAgenturchef

Nach Angaben von Behördensprecherin Cornelia Harberg handelt es sich bei den Anzeigen der Kurzarbeit lediglich um Hochrechnungen der Vorausanzeigen. Die tatsächliche und umfanggenaue Abrechnung von Kurzarbeit könne innerhalb von drei Monate nach der Anzeige vorgelegt werden. Voraussetzung dafür sei allerdings die Anzeige. „Aktuell die Anzeigen, die bei der Agentur eingehen“, sagt Harberg. Wegen der großen Zahl könnten zurzeit nicht alle Anzeigen taggleich geprüft und dann statistisch sauber erfasst werden.

Kurzarbeit wegen Corona: Auch Werra-Meißner-Kreis betroffen

Im Werra-Meißner-Kreis sind insgesamt 2395 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 216 weniger als im Februar dieses Jahres , was einem Rückgang um 8,3 Prozent entspricht. Im März des vergangenen Jahres zählte die Arbeitsagentur im Werra-Meißner-Kreis noch 132 Menschen mehr ohne Beschäftigung. Der Rückgang entspricht 5,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt im Werra-Meißner-Kreis aktuell bei 4,6 Prozent.

Die am Dienstag veröffentlichte März-Statistik „spiegelt kein reales Bild der Lage wider“, sagte Agenturchef Detlef Hesse bei der Vorlage der Zahlen. Die Werte würden jeweils in der Mitte des Berichtsmonats erhoben, „also zu einem Zeitpunkt, als die Belastung des Arbeitsmarktes erst begonnen und zunehmend Fahrt aufgenommen“ habe. „Frühestens Ende April und in den Folgemonaten lässt sich diese Entwicklung statistisch wieder abbilden“, sagte Hesse bei der Vorstellung. 

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