Mann hatte Arzt fast zu Tode gewürgt

33-Jähriger muss in Psychiatrie

Werra-Meißner. Der 33-jährige Mann aus dem Kreis, der versucht hat, einen beim Klinikum Werra-Meißner angestellten Psychiater umzubringen, wird in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das hat am Freitag das Landgericht Kassel entschieden.

Die sechste Strafkammer begründete diese Anordnung damit, dass der zum Tatzeitpunkt schuldunfähige Mann nach wie vor gefährlich für die Allgemeinheit sei. Das teilte Gerichtssprecher Christian Springmann mit.

Wie berichtet, leidet der Beschuldigte unter einer bipolaren Störung und galt als nicht schuldfähig; sein Fall wurde deshalb in einem Sicherungsverfahren behandelt. Bei diesem geht es weder um eine Geld- noch eine Gefängnisstrafe, sondern um die mögliche Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung.

Dass dies für den 33-Jährige nun wahr wird, liegt auch daran, dass er die Schuld seiner Tat nicht erkennt. Er hatte Anfang Juni 2016 in der psychiatrischen Klinik in Eschwege, in die er zwangseingewiesen worden war, eine Krankenschwester und den diensthabenden Arzt völlig unerwartet angegriffen. Letzterer befand sich laut der Staatsanwaltschaft in „akuter Lebensgefahr“: Dessen Kopf soll der 33-Jährige mehrmals massiv auf den Boden gestoßen, ihn mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn so gewürgt haben, dass der Psychiater blau anlief. 

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