Hundertprozent-Förderung für „Holzige Biomasse“ im Kreis

365.000 Eurofür Zukunftsprojekt

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(von links) Dr. Andreas Cromm (Land Hessen) / Thomas Raussen (Witzenhausen-Institut) / Verena Schwall ( Umweltministerium) / Klimaschutzmanagerin Dr. Doris Wagner / Dr. Rainer Wallmann / Dr. Felix Richter (kochend) (Witzenhausen-Institut) Foto: Wüstefeld

Eschwege. Der Werra-Meißner-Kreis bekommt aus Fördermitteln des hessischen Umweltministeriums weitere 365.000 Euro für die Weiterentwicklung der Verwertung holziger Biomasse. Das Konzept sieht vor, an zwanzig Stellen ortsnahe Sammelplätze einzurichten.

Jede der 16 Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis soll zunächst eine Sammelstelle bekommen, in größeren Kommunen könnten auch mehrere eingerichtet werden.

Baumschnitt und ähnliches Grüngut aus privaten Haushalten soll dort abgegeben werden können. Zwei Standorte soll es für die Aufbereitung geben – voraussichtlich einen in der Kreisstadt Eschwege, den anderen in Witzenhausen. Nach Abschluss der Konzeptphase – hierfür wurden von dem Ministerium bereits 135.000 Euro bewilligt – geht es in den nächsten drei Jahren an die Umsetzung.

„Die Verwertung holziger Biomasse ist sicherlich nicht die Revolutionierung des Energiemarktes, aber ein Segment“, sagt Erster Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann zur Bedeutung des Vorhabens. In den nächsten drei Jahren entstehen die Pläne zur Umsetzung des Konzeptes.

Das Grüngut aus privater Herkunft von den zwanzig Sammelstellen sowie die holzige Biomasse aus kommunalen und gewerblichen Quellen würden auf den Aufbereitungsplätzen verarbeitet, und zwar zu Schredder- und zum höherwertigen Hackgut.

Verwendung findet das Material als Energiequelle in Verbrennungsanlagen. Im Kreis werden bereits Schulen in Eschwege, Witzenhausen, Bad Sooden-Allendorf und Großalmerode damit beheizt. Weitere Anlagen sollen hinzukommen. „Mit Öl zu heizen wäre im Moment sicherlich noch kostengünstiger“, sagt Dr. Wallmann, perspektivisch betrachtet sei der neue Weg aber wirtschaftlich möglich, und der ökologische Aspekt sei wichtig. 

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