400 Babys im Jahr: Die Geburtenzahl im Kreis ist stabil

Eschwege. Die Anzahl an Geburten liegt im Klinikum Werra-Meißner seit zwei Jahren konstant bei rund 400 Geburten – und das, obwohl die Menschen im Kreis immer älter werden.

Der Altersdurchschnitt stieg zuletzt von 46,83 Jahren 2011 auf 47,15 Jahren 2013. Das liegt laut Hakan Adigüzel, Chefarzt der Gynäkologie am Klinikum, auch an der Zuwanderung von Flüchtlingen. „Das ist deutschlandweit zu beobachten“, sagt er. Die Geburtenzahl im Klinikum sei auch im vergangenen Jahr, als weniger Flüchtlinge in den Kreis kamen, erfreulicherweise konstant geblieben. 

Daneben spielen laut manchen Experten noch weitere Faktoren eine Rolle: Neben der Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung hätten auch banalere Dinge wie Fußball-Europameisterschaft und -weltmeisterschaft sowie Fasching Auswirkungen auf die Geburtenzahl. Sorgen, Ängste und Alltagsprobleme rückten dadurch in den Hintergrund. 

Diese Theorie möchte Adigüzel nicht bestätigen. Auf die gute medizinische Versorgung des Ungeborenen sei die konstante Geburtenzahl auch nicht mehr zurückzuführen: Die Perinatale Mortalität, welche Todesfälle von der Geburt bis zum siebten Tag danach umfasst, sei dank der Errungenschaften in der Prävention, wie die Einführung des Mutterpasses 1961, und auch durch die Entwicklung in der allgemeinen Hygiene seit Jahrzehnten rückläufig und falle seit 2005 sogar niedrig aus. 

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