Bundesverwaltungsgericht entscheidet

A44: Verhandlung über Gelbbauchunken

Werra-Meißner / Leipzig. Vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) in Leipzig findet am 13. und 14. März eine wichtige Verhandlung für den Weiterbau der Autobahn 44 zwischen Kassel und Eisenach statt. Es geht um die so genannte Spitzkehre bei Oetmannshausen.

Geklagt hat gegen den Bauabschnitt die Umweltschutzorganisation BUND. Es geht ihr vor allem um den Erhalt eines FFH-Gebietes mit Kamm-molchen und Gelbbauchunken.

Setzt sich das Land Hessen mit seinem Bauvorhaben beim BVG in Leipzig durch, hätte das auch Folgen für die weitere Trasse. Sie würde dann über Sontra verlaufen und nicht durch den Ringgau gehen. Der BUND favorisiert Ortsumgehungen statt einer Autobahn. Falls doch eine kommen sollte, ist man für eine Trasse im Bereich des Flusses Netra.

Erlaubt das Bundesverwaltungsgericht den Bau der Spitzkehre, könnte die Hoffnung von Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch, die A 44 könnte 2020 fertig sein, Wirklichkeit werden. Bis 2015 könnten alle Bauabschnitte von der Planung her erledigt sein und Baurecht haben. Der Bau würde dann noch einmal fünf Jahre dauern.

Bis 2018 werden rund 23 Kilometer der insgesamt 64 Kilometer der A 44 fertig sein. Sie wird mit 1,6 Milliarden Euro die teuerste Autobahn der Welt. (tho)

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