Angehörige können Patienten unter Hygieneauflagen treffen

Klinikum Werra-Meißner: Ab Mittwoch ist Besuch wieder erlaubt

Ein medizinischer Angestellter reinigt sich beide Hände mit Desinfektionsmittel.
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Nicht ohne Desinfektion: Die Standorte Eschwege und Witzenhausen des Klinikums Werra-Meißner darf nur betreten, wer sich am Eingang die Hände desinfiziert hat.

Ab kommendem Mittwoch, 15. Juli, gilt den Verordnungen des Hessischen Sozialministeriums folgend eine neue Besuchsregelung im Klinikum Werra-Meißner. Das bisher geltende generelle Besuchsverbot verliert dann seine Gültigkeit.

  • So sehen die neuen Regeln im Klinikum aus:
  • Ab dem Stichtag dürfen Patienten an den Standorten Witzenhausen und Eschwege in den ersten sechs Tagen zweimal Besuch von jeweils maximal zwei Personen empfangen. Vom siebten Tag im Krankenhaus an sind täglich maximal zwei Besucher zulässig.
  • Im Eingangsbereich erhalten die Besucher ein Meldeformular, auf dem Name, Telefonnummer, Adresse und die Besuchszeit anzugeben sind, um im Fall einer Coronainfektion die Infektionsketten zurückverfolgen zu können. Die Daten werden gemäß der Verordnung nach 30 Tagen wieder gelöscht.
  • Weiterhin wird die Körpertemperatur des Besuchers gemessen. „Dieser administrative Aufwand bedeutet für das Klinikum, zusätzliche Arbeitskräfte zu rekrutieren“, sagt Unternehmenssprecher Florian Künemund.
  • Einzuhalten sind ab 15. Juli strikt die Besuchszeiten zwischen 14 und 19 Uhr an den Standorten Eschwege und Witzenhausen. Im Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie sowie auf den Intensivstationen gelten noch mal abweichende individuelle Regelungen – aus medizinischen Gründen. Hier empfiehlt es sich, dass Angehörige vorher anrufen und fragen, wann ein Besuch möglich ist.

Sinnvoll wäre es laut Geschäftsführer Christoph Rolf Maier, wenn Patienten vorher mit Angehörigen und Bekannten abstimmen, welche Besucher kommen sollen – um zu vermeiden, dass beispielsweise ein weitläufiger Bekannter einem nahen Angehörigen das Besuchsrecht wegnimmt. Ebenso empfiehlt es sich für potenzielle Besucher, sich zu überlegen, ob ihr Erscheinen wirklich notwendig ist. „Wir hoffen da einfach auf die Vernunft jedes Einzelnen“, so Maier.

Patienten sollten sich bei Besuch abstimmen

Im Haus gelten natürlich die allgemein bekannten Hygieneregeln: Sowohl der Patient wie auch der Besucher muss einen geeigneten Mund-Nase-Schutz tragen. Schals, Halstücher oder Masken mit Ausatemventil sind unzureichend. Mund-Nase-Schutz-Masken können im Eingangsbereich auch erworben werden.

Des Weiteren ist im Haus stets ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten – auch im Patientenzimmer. Somit wäre es sinnvoll, wenn Patienten in einem Zimmer sich untereinander abstimmen würden, wer wann Besuch bekommt, heißt es vonseiten des Klinikums.

Für Väter und Angehörige von Sterbenden gilt eine Sonderregel

„Im Zweifelsfall wird das medizinische und pflegerische Personal eingreifen, den Anordnungen ist dann Folge zu leisten. Besuchern mit Atemwegserkrankungen, Fieber oder anderen Krankheitssymptomen ist das Betreten des Klinikums verboten. Wir bitten um Verständnis: Es geht um die Sicherheit von Patienten, Besuchern und Personal gleichermaßen“, sagt Maier. Weiterhin sind bei Betreten und Verlassen der Häuser die Hände zu desinfizieren.

Werdende Väter und Angehörige von sterbenden Patienten sind weiterhin von der Regelung ausgenommen. Ihnen wird auch außerhalb der Besuchszeiten ein Kommen ermöglicht.

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