Erste Volksmusik-Gala nach der Neueröffnung in der Eschweger Stadthalle

Ein Abend für das Herz

Signierstunde: Die Sängerin Mojca und ihr Oberkrainer-Kollege gaben gerne Autogramme. Foto: Pujiula

Eschwege. Der Traum von jedem Konzert-Veranstalter: ein ausverkaufter Saal - besonders wenn der Saal so groß ist wie der in der, in neuem Glanz erstrahlenden, Stadthalle. Ein Traum, der sich an diesem Freitag erfüllte. Bei der ersten Volksmusik-Veranstaltung nach der Neueröffnung der Stadthalle kamen in Scharen viele Fans dieser Musikgattung aus Eschwege und Umland. Sie hatten lange genug auf ein solches Vergnügen verzichten müssen.

Und nun konnten sie „ihre“ Musik in vollen Zügen genießen - gleich mit drei beliebten, seit vielen Jahren bewährten Formationen, die den Klang vor allem der Musik böhmisch-oberkrainischer Prägung zelebrierten. Es war vor allem ein Polka-Festival mit Melodien von Ernst Mosch und Slavko Avsenik, zwei Namen, die die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Nach den Grußworten des Eisenachers Hartmut Hemmler, der mit viel schlagfertigem Witz an diesem Abend als souverän-routinierter Moderator fungierte, betraten die Hainich Musikanten als Erste die Bühne, gefolgt von den Jungen Original Oberkrainern und den weiß gewandeten „Matrosen“ um Captain Cook, alias Markus Riedel, dem Leader der „singenden Saxophone“.

Alle Künstler bekamen bei ihren Interpretationen heftigen Applaus, die zwanzig Mannsbilder - und die eine Frau. Denn auch die holde Weiblichkeit war an diesem Abend bezaubernd vertreten auf der Bühne der Stadthalle: durch Mojca, die junge Sängerin der Oberkrainer, eine Berühmtheit in ihrer Heimat Slowenien, wo sie schon als kleines Mädchen die Herzen des Publikums eroberte.

Alle Gruppen glänzten mit durch und durch professionellen Leistungen - und manchem ausgezeichneten Solo. Die Oberkrainer pflegten meisterhaft den Avsenik-Klang, die hervorragenden Thüringer begeisterten mit dem milden Klang ihrer böhmischen Interpretationen und Captain Cook und seine Crew spielten vor allem Evergreens und Ohrwürmer, etwa Fiesta Mexicana oder Que viva Espana.

Am Ende der dreistündigen, vom Publikum oft mit rhythmischen Klatschen begleiteten Veranstaltung verabschiedeten sich alle Teilnehmer gemeinsam: mit den „Alten Kameraden“.

Von Francisco Pujiula

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