Schlittenhundeschule gegründet

Oberdünzebach: Abenteuer auf vier Pfoten

Die Pfoten berühren kaum den Boden: Richtig erlernt, ist der Schlittenhundesport ein Abenteuer. Auf dem Foto zu sehen ist Isabel Maletzke bei dem wohl härtesten Mittelstreckenrennen Europas durch das Adlergebirge in Tschechien. Fotos: privat/nh

Oberdünzebach. Der Fahrtwind schlägt ihr eisig ins Gesicht, es geht durch klare Luft, tiefverschneite Landschaften und über zugefrorene Seen. 28 Pfoten trommeln unablässig über die geschlossene Schneedecke. In atemberaubendem Tempo zieht das Siberian-Husky-Gespann den Rennschlitten von Isabel Maletzke hinter sich her.

„Der Schlittenhundesport ist immer wieder ein Abenteuer“, sagt die 38-Jährige aus Oberdünzebach begeistert, „gerade, wenn ich an so spannenden Rennen wie dem durch das Adlergebirge in Tschechien teilnehmen kann.“

Für die ehemalige Polizeibeamtin sind die Hunde mit den eisblauen Augen längst mehr als nur ein Hobby – das Leben und Arbeiten mit ihnen ist zu einer Berufung geworden. Begeistern möchte Maletzke nun auch andere für den außergewöhnlichen Sport: Dazu hat sie nun eine Schlittenhundeschule in Eschwege eröffnet – als eine von nur drei weiteren gewerblichen Anbietern in Deutschland.

Workshop ab sofort buchbar

Die Jüngsten werden spielerisch an die Huskies herangeführt: Auch Tiberius hat schon eine Schlittenhundefahrt unternommen.

Buchen können Interessierte zum Beispiel einen Husky-Workshop inklusive Schulungen zum richtigen Vorbereiten der Hunde mit nahrhafter Kost vor der Ausfahrt. Auch das korrekte Ein- und Ausspannen gehört zum Kurs, ebenso wie eine erste Rundfahrt durch die Eschweger Umgebung: „Hier können die Teilnehmer auf dem Trainingswagen mitfahren, der von sieben bis zehn Hunden gezogen wird“, sagt Maletzke. Eigenes Equipment sei nicht nötig, sämtliche Ausrüstung werde von der 38-Jährigen gestellt.

Isabel Maletzke

Auch die Arbeit mit Kindern verliert die Oberdünzebacherin nicht aus den Augen: Buchbar sind ab sofort auch Kindergeburtstage auf ihrer Husky-Ranch. „Spielerisch werden die Jüngsten an die Arbeit mit den Tieren herangeführt“, sagt Maletzke, „abgerundet wird das Programm mit altersgerechten Stationen in der Natur wie Holz schnitzen oder Kinderquad fahren.“

Ihre eigene Qualifikation hat die 38-jährige Maletzke im Bayerischen Wald erworben. Im Jahr 2006 ließ sie sich dort zur Schlittenhundeführerin, in der Fachsprache Musher (sprich: Mascha, aus dem Französischen „marcher“ für marschieren), ausbilden. Es folgte ein „Besser Musher Seminar“, das sie zum Start an allen Schlittenhunderennen berechtigt. Zusätzlich ist Maletzke ausgebildete Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin der IHK. Heute besitzen die 38-Jährige und ihr Ehemann Jörg 13 Huskies, die in einer weitläufigen Zwinger-Anlage bei Eschwege mit viel Platz zum Toben untergebracht sind.

 • Weitere Informationen gibt es im Internet unter huskies-isabelmaletzke.de

Von Emily Spanel 

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