Motorradfahrergottesdienst auf dem Meißner ist eine feste Größe in der Biker-Szene

Abgefahrene Idee wird 20

Zum 20. Mal: Motorradfahrergottesdienst auf dem Meißner mit den Pfarrern Gernot Hübner (links) und Ralph Beyer. Foto: Mayer

Eschwege. Am kommenden Samstag startet die 20. Auflage des Motorradfahrergottedienstes auf dem Meißner. 1994 von dem damaligen Abteroder Pfarrer Rüdiger Gild ins Leben gerufen, sind aus den 100 Teilnehmern bei der Premiere 800 bis 1000 geworden, bei gutem Wetter. Von Motorrädern ist die Rede, nicht von denen, die drauf sitzen, das sind dann entsprechend mehr.

Von Beginn an dabei ist Gernot Hübner, Pfarrer in Niederdünzebach, der überhaupt kein Motorrad besitzt, dafür kann er Gitarre spielen und den musikalischen Part übernehmen. Für die Predigt ist seit 15 Jahren Amtskollege Ralph Beyer aus Oetmannshausen zuständig. Ihm gelingt es jedes Jahr aufs Neue, die vermeintlich harten Biker in der Lederkluft auf dem großen Parkplatz auf dem Meißner zum Beten, Singen und Innehalten zu bewegen. Zum Abschluss der Saison der Unfallopfer zu gedenken und dafür zu danken, selbst heil angekommen zu sein, das ist Sinn der Veranstaltung, sagt Ralph Beyer, selber Motorradfahrer. In Frankfurt seien es beim „Anlassen“ im Frühjahr zwar 5000 Teilnehmer, aber im Herbst nur noch 400, dann sei Eschwege Spitzenreiter in Hessen, wissen die beiden Pfarrer, die sich bei der Organsiation auf den Club Unicorn, unbürokratische Genehmigungen und die Polizei verlassen können. „Die Menschen hier stehen hinter der Veranstaltung“, sagt Gernot Hübner. Treffen ist am Samstag ab 13 Uhr auf dem Eschweger Werdchen, um 14 Uhr geht es im Konvoi auf den Meißner, um 15 Uhr ist dort Gottesdienst. Nach der Ausfahrt trifft man sich zu Benzingesprächen in Grebendorf. Die Kollekte ist wie immer für einen sozialen Zweck.

Von Helmut Mayer

 

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