Kandidaten: Keine schnelle Regierungsbildung

Absolute Mehrheit in Meinhard für SPD

Eschwege / Witzenhausen. Der Wiedereinzug der FDP in letzter Minute in Hessens Landtag ändert an den „hessischen Verhältnissen“ mit unklaren Mehrheiten nichts. So sehen es die Kandidaten, die in den neuen Landtag einziehen.

Lothar Quanz

Lothar Quanz (SPD) ist sicher, dass es keine schnelle Entscheidung über eine Regierungskonstellation geben wird. Und: „Der Ausgang ist völlig offen.“ Welche Zusammenarbeit er sich in Wiesbaden wünscht, um den propagierten Wechsel in Hessen herbeizuführen, verriet er nicht: „Wir müssen offen sein für die Sondierung.“

Quanz holte sich das Direktmandat im Wahlkreis 9 mit 43,1 Prozent und damit knapp fünf Punkte mehr als vor vier Jahren. Der Eschweger war in Meinhard, wo er sogar über 50 Prozent gewann, und Großalmerode am stärksten.

Nur in Berkatal und in seiner Heimatstadt Bad Sooden-Allendorf holte sich CDU-Bewerber Dirk Landau die meisten Stimmen. In Meinhard legte er noch etwas zu. Insgesamt aber verlor er 1,9 Punkte und kam auf 37,1 Prozent. Für Nordhessen erwartet Landau schwierige Zeiten. Die CDU-geführte Landesregierung habe zuletzt viel investiert in der Region. Politisch ausgezahlt habe sich das nicht. Deswegen dürfte es künftig schwerer werden, innerhalb der CDU-Fraktion die Interessen Nordhessens deutlich zu machen.

Grünen-Kandidatin Sigrid Erfurth machte 0,3 Punkte gut, kam auf 7,8 Prozent. In Hessisch Lichtenau legte sie mit 0,7 Punkten am meisten zu (5,4 Prozent), in ihrer Heimatgemeinde Neu-Eichenberg sicherte sie sich wie vor vier Jahren 16,8 Prozent und kam auch in Witzenhausen auf 14,4 Prozent auf ein zweistelliges Ergebnis. Zufrieden war Erfurth aber nicht, weil die Mehrheit der Hessen erklärt habe, einen Wechsel zu wollen. Der sei aber noch nicht in Sicht. (sff/clm)

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