Investitionsplan vorgestellt

Werra-Meißner-Kreis will bis 2023 acht Millionen Euro in seine Schulen investieren

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Starkes Signal: Die Koalition steht geschlossen hinter dem Investitionsplan. Von links: Stefan Reuß, Sigrid Erfurth, Karina Fissmann sowie (hinten, von links) Armin Jung, Erhard Niklass, Lothar Quanz und Dr. Rainer Wallmann. 

Der Werra-Meißner-Kreis wird seine Schulen bis 2023 mit Millioneninvestitionen weiter stärken. Das gab die Kreistagskoalition der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP bekannt.

„Der Investitionsplan (2019 bis 2023) umfasst für das Gebäudemanagement im Jahr 2020 insgesamt 8,1 Millionen Euro“, präzisiert der zuständige Dezernent Dr. Rainer Wallmann.

Die Aufteilung

Der überwiegende Anteil gehe dabei mit 5,2 Millionen Euro in die Umsetzung von Schulsanierungsmaßnahmen. 1,3 Millionen werden für die Beschaffung von Möbeln, EDV-Hardware und Maschinen aufgewendet; 1,6 Millionen Euro sind für den Breitbandausbau und den Digitalpakt vorgesehen.

Auch die Bilanz der vergangenen fünf Jahre könne sich laut Dr. Rainer Wallmann sehen lassen: „Wir haben über 28 Millionen Euro in die Schulen investiert – 25,5 Millionen in die Sanierung und 2,8 Millionen in die Ausstattung.“ Geachtet worden sei, so Sigrid Erfurth, Vorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktion, auf energetische Fragestellungen und Barrierefreiheit.

Die Investitionen

Exemplarisch seien folgende geplante Investitionen an Schulen herausgehoben:

. 1,5 Millionen Euro: Ergänzungsneubau der Kesperschule in Witzenhausen.

. 800 000 Euro: Innenraumsanierung der Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau.

. 500 000 Euro: Errichtung des Schulcampus Wanfried.

. 500 000 Euro: Neugestaltung des naturwissenschaftlichen Bereichs der Friedrich-Wilhelm-Schule Eschwege.

. 250 000 Euro: Barrierefreie Adam-von-Trott-Schule.

Die Philosophie

Die Kreistagskoalition lege mit der Investitionsplanung eindeutige Schwerpunkte in den Zukunftsthemen Bildung und Digitalisierung, lobt Erhard Niklass, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion. „Der Kreis ist seit Jahren bestrebt, seine Schulstandorte zu sichern“, bestätigt Lothar Quanz an seinem letzten Tag als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Seine Nachfolgerin und Landtagsabgeordnete Karina Fissmann ergänzt: „Wer junge Familien für den ländlichen Raum begeistern möchte, muss die entsprechende Infrastruktur vorhalten. Und das gelingt dem Werra-Meißner-Kreis hervorragend.“

Der Ausblick

Die Schülerzahlen werden in den kommenden Jahren weiter steigen, sagt Landrat und Schuldezernent Stefan Reuß. Die Zahl der Erstklässler werde konstant bei rund 800 liegen. Der neue Schulentwicklungsplan zeichne sich aus durch seine Dynamik. Flächendeckend werden etwa Nachmittagsangebote vorgehalten.

Der Investitionsplan wird am Montag, 3. Februar, ab 10 Uhr in den Ausschüssen des Kreistags im Veranstaltungsraum an der Honer Straße 49 (Oberhone) diskutiert.

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