Preis liegt im Durchschnitt bei 1,61 Euro pro Quadratmeter

Werra-Meißner: Ackerland wird wieder mehr wert

Werra-Meißner. Ackerland im Werra-Meißner-Kreis ist wieder mehr wert. Entsprechend dem bundesweiten Trend steigen die Preise auch in unserer Region – jedoch moderater.

Während sich der Wert für Ackerflächen in ganz Deutschland innerhalb der vergangenen zehn Jahre verdoppelt hat, ist die Preissteigerung im Werra-Meißner-Kreis nicht so stark ausgeprägt: Kostete der Quadratmeter laut Jörg Klinge, Sprecher des Landkreises, 2006 im Durchschnitt 1,17 Euro, waren es 2016 immerhin 1,61 Euro. „Seit 2013 sind die Preise für Ackerland im Durchschnitt um vier Prozent gestiegen“, bestätigt Uwe Koch, Leiter des Amts für Bodenmanagement Homberg/Efze, welches in der Außenstelle in Eschwege generalisierte Bodenwerte für den Werra-Meißner-Kreis anhand abgeschlossener Verträge ermittelt.

Diese wertet das Amt unter Berücksichtigung von Kriterien wie Lage und Bodengüte anonym aus. „Das dient dazu, repräsentative Vergleichswerte zu finden, wenn es um die Wertermittlung geht“, sagt Koch. Er vermutet, dass dem – wenn auch nur geringen – Preisanstieg das Bestreben zugrunde liege, wertbeständige Vermögenswerte zu schaffen. „Und Fakt ist, dass dazu Grund und Boden gehören.“ Auch wenn sich die Anzahl kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe reduziere, sei die Nachfrage ungebrochen, da größere Betriebe an ihre Stelle treten würden und nur eine Umverteilung stattfinden würde.

Mit der Bankenkrise 2007 seien die Preise angestiegen, bestätigt Bernd Weber, Sprecher des Hessischen Bauernverbands. „Ein Stück Land bietet eine gewisse Sicherheit, das kann einem keiner nehmen.“ Hinzu komme, dass die Bevölkerung laut Schätzungen bis 2050 auf neun Milliarden anwachsen werde. „Da es immer weniger Flächen gibt, brauchen wir – überspitzt gesagt – jeden Quadratmeter, um die Menschen zu ernähren.“ Der Kreisbauernverband wollte sich nicht äußern.

Von Gudrun Skupio 

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