Von Adrenalin bis Zuckerwatte: Das gibt es auf dem Rummelplatz vom Johannisfest 2019

Spaß bei der Arbeit: Amy Landwermann ist in einer Schaustellerfamilie groß geworden.

Wir haben einen kleinen Rundgang über den Rummelplatz vom Johannisfest 2019 gemacht.

Dicht an dicht stehen Schaustellerbetriebe aus ganz Deutschland nebeneinander auf dem Werdchen. Sie sind angereist, um die Besucher des Eschweger Johannisfestes noch bis zum kommenden Montag bei bester Laune zu halten – sei es mit Süßigkeiten oder einer Runde mit den Fahrgeschäften, die sie mitgebracht haben. Wir haben geschaut, was der Festplatz in diesem Jahr, außer zahlreiche Leckereien, zu bieten hat und einige Schausteller besucht.

Viele Kilometer hat Albert Ordelman zusammen mit seinem Team auf sich genommen, um die Besucher des Johannisfestes mit einer Attraktion zu erfreuen, bei der es hoch hinaus geht. „40 Meter über den Erdboden schweben die Mitfahrer in der Luft und werden dabei um 360 Grad gedreht“, berichtet der aus den Niederlanden angereiste Schausteller. Er ist zum allerersten Mal dabei. Voraussetzung, um mit dem sogenannten Propeller mitfliegen zu können, ist eine Mindestgröße von 1,40 Meter. „Ansonsten ist es gar nicht so schlimm, wie es aussieht. Außerdem wird in der etwa fünfminütigen Fahrt eine kleine Pause zur Erholung eingelegt“, versichert Ordelman. Ein Chip kostet sechs Euro.

In einer Schaustellerfamilie aufgewachsen

Weiter geht es zur Schaustellerfamilie Landwermann-Henschel. Ihr mitgebrachtes Fahrgeschäft ist rund, bunt und das wahrscheinlich Größte auf dem Festplatz. Das illuminierte Riesenrad namens Movie Star ist ein echter Hingucker und gewährt den Mitfahrern einen weiten Blick über den Rummelplatz sowie einen großen Teil der Stadt. „Besonders schön sieht es aus, wenn es dunkel ist und die 15 000 Glühbirnen anfangen zu leuchten“, meint Amy Landwermann. Die 20-Jährige ist es nicht anders gewohnt, fast das ganze Jahr über von Ort zu Ort zu reisen und unterwegs zu sein. „Ich bin damit aufgewachsen, daher ist es für mich Normalität, nicht ständig zuhause zu sein.“ Dass ein Riesenrad nicht mit neuen Fahrgeschäften mithalten kann, hält die junge Frau für ein Irrtum: „Das Rad kommt bei jeder Altersklasse gut an.“ Insgesamt 150 Personen passen in das Fahrgeschäft, das im Jahr 2005 gebaut wurde. Eine Fahrt, die etwa fünf Minuten dauert, kostet für Erwachsene fünf Euro. Kinder zahlen nur vier Euro.

Einzigartig ist die „Frisbee“ von Schausteller Dennis Ruppert aus Bad Wildungen. „Die Fahrt beginnt ruhig, doch dann wird es schnell und hoch“, erklärt Ruppert. Dass er in diesem Jahr beim Johannisfest dabei sein darf, freut ihn sehr. „Wir haben uns zwar auch in den Jahren zuvor beworben, aber leider nicht bis auf den Platz geschafft.“ Quasi wie in einer Riesenschaukel fühlen sich die Insassen der Frisbee und werden dabei auch noch gedreht. „Es kommt schon vor, dass Menschen nach der Fahrt übel ist. Andererseits beobachte ich immer wieder Leute, die direkt nach einem Durchgang sitzen bleiben, weil sie noch mal durch die Luft fliegen wollen“, berichtet der Schausteller. Einsteigen darf jeder, der über 1,30 Meter groß ist. Die Fahrt kostet vier Euro.

Ganz neu ist das Fahrgeschäft „Jetlag“ vom Schaustellerbetrieb Mario Weber aus Moers. Mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer pro Stunde drehen die Fahrgäste damit einige Runden, bis nach ungefähr vier Minuten alles wieder vorbei ist. „Den Extra-Kick gibt es dann, wenn sich die Gondeln um 130 Grad neigen“, weiß Natalie Weber. Wer sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen möchte, kann sich ein Ticket für vier Euro an der Kasse des Fahrgeschäftes kaufen.

Ohne eigene Kraft macht diese Attraktion keinen Spaß: „Crazy Jump“. Die Trampoline für jede Altersklasse erfordern Mithilfe, denn wer aufhört zu springen und sich nicht bewegen will, bleibt in der Luft hängen. „Die meisten Kinder und Erwachsenen haben aber sehr viel Spaß beim Springen und hüpfen ununterbrochen in die Höhe“, erzählt Zenzy Seitz vom Schaustellerbetrieb Manuel Seitz. „Wir sind sehr an das Wetter gebunden. Wenn es nur regnet, will natürlich niemand draußen Trampolin springen. Für das Johannisfest wünschen wir uns demnach nur sonnige Tage“, so Seitz. Fünf Minuten auf dem Trampolin kosten fünf Euro. Das Maximalgewicht beträgt 80 Kilogramm.

Öffnungszeiten vom Festplatz

Der Rummelplatz ist am Johannisfest-Samstag ab 15 Uhr geöffnet. Am Sonntag sind die Schausteller nach dem Eintreffen des Festzuges, also gegen 15 Uhr, bereit für alle Eschweger und Gäste der Kreisstadt. Am Montag geht es früher los, nämlich um 12 Uhr.

Johannisfest 2019: Familientag auf dem Festplatz

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