Gestresst vom Geräusch vor seiner Haustür

Dr. Otto Hein ärgert sich über lauten Kanal in Eschwege

Ärgert sich über den Lärm an der Reichensächser Straße vor Hausnummer 26: Dr. Otto Hein. Seit der Straßensanierung im vergangenen Jahr sitzt ein Kanaldeckel nicht richtig fest. Foto: Rissmann

Eschwege. Budumm. Ein Geräusch, mit dem Dr. Otto Hein seit Oktober vertraut ist. „Seitdem die Reichensächser Straße in Eschwege saniert wurde, macht der Kanaldeckel vor meinem Haus laute Geräusche“, sagt Hein, der in der Hausnummer 26 direkt neben der Esso-Tankstelle wohnt.

Die Geräusche seien so schlimm, dass der 63-Jährige bereits sein Schlafzimmer in den straßenabgewandten Teil seines Hauses verlegt hatte.

Was Hein nicht versteht, ist, dass es auch schon vorher an dieser Stelle einen Kanaldeckel gab und der nie so laut war. Mehrfach hat er sich deshalb an das zuständige Tiefbauamt der Kreisstadt gewendet. „Mir wurde immer wieder gesagt, dass es gemacht wurde, aber die Geräusche sind immer noch da“, sagt Hein. Er fühlt sich im Stich gelassen.

Helmut Zimmermann vom Tiefbauamt kann dies nicht nachvollziehen. „Wir haben alles Mögliche unternommen, um Herrn Hein zu helfen“, sagt Zimmermann. Dreimal seien Mitarbeiter des Tiefbauamtes und auch Mitarbeiter des Kanaldeckel-Herstellers vor Ort gewesen. „Wir hatten auch ein Problem entdeckt: Die dämpfenden Einlagen fehlten, wurden dann aber umgehend nachgerüstet“, sagt Zimmermann. Auch der Kanaldeckel selbst wurde bereits ausgetauscht und jetzt sei sogar noch einmal ein neuer bestellt worden.

Allerdings befürchtet Zimmermann, dass Hein auch mit diesen Aktionen nicht zufrieden sein wird, da „sich nichts mehr ändern wird“. Denn: „Der Kanaldeckel macht ganz normale Geräusche, da kann man nichts mehr abstellen.“ Zimmermann geht davon aus, dass es auch nicht der Deckel an sich sei, der die Geräusche verursache, sondern dass es sich dabei um Geräusche des Luftsoges handele, der beim Überfahren des Deckels entstehe. „Auch die Herstellerfirma konnte nichts Ungewöhnliches feststellen“, sagt Zimmermann. Er ärgerte sich zudem über Hein, der sein Anliegen nicht immer sonderlich sachlich vorgetragen hatte. „Ich wurde sogar beleidigt“, sagt Zimmermann. Auch die Bauarbeiter, die auf dem Grundstück von Hein den Hausanschluss erneuern sollten, seien beschimpft worden und hätten sogar die Arbeit eingestellt.

Von Diana Rissmann

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