Langenhainer Weg ist ein einziger Flickenteppich / Anwohner protestieren

Ärger über Schlaglöcher

Flickenteppich: Schlagloch an Schlaglöchern reiht sich auf dem Langenhainer Weg aneinander. Die Anwohner protestieren gegen den schlechten Zustand der Straße. Fotos: Stengel

Eschwege. Der Langenhainer Weg in Eschwege ist ein einziger Flickenteppich. Wer die Kreisstadt über die viel befahrene Straße verlässt, sieht sich mit zentimetertiefen Schlaglöchern konfrontiert und darf nicht schneller als dreißig Stundenkilometer fahren.

„Das ist eine Zumutung“, sagt Christiene Dietz. Seit Jahren sei nichts passiert, außer den untauglichen Versuchen, jedes Jahr auf"s neue die Löcher aufzufüllen. Aber selbst diese Arbeiten scheinen nun nicht mehr stattzufinden. Dietz berichtet ebenfalls über den offenbar misslungenen Versuch, dem Problem mit einem Tempolimit von 30 Stundenkilometern zu begegnen. „Man kann sich nicht mit dem Nachbarn am Zaun, unterhalten, weil man sein eigenes Wort nicht versteht“, so die 48-Jährige. Ihrer Meinung nach sollte das Budget für die Ausbesserung der Landes- und Bundesstraßen etwas gerechter verteilt werden.

Am liebsten wäre es Dietz, wenn aus dem Langenhainer Weg generell eine verkehrsberuhigte Zone würde, weil ihre Tochter bereits angefahren worden sei.

Für Radfahrer ist die Straße eine große Herausforderung. „Entweder man weicht den Kratern aus oder den Autos, die die besonders lädierte untere Kurve schneiden“. Wenige Meter nach dem Ortsschild sind vor kurzem Sanierungsarbeiten ausgeführt worden. Innerhalb der der Ortslage passiere aber nichts.

Das Straßen- und Verkehrsmanagement von Hessen Mobil schreibt in einer Stellungnahme, dass beim Langenhainer Weg von einer „sanierungsbedürftigen Straße“ zu sprechen sei. Allerdings würden trotzdem in den nächsten Monaten keine Fortschritte erkennbar sein. Es könnten wegen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, auch die dringlichsten Sanierungen nur nach und nach realisiert werden. Der Zustand des Langenhainer Weges ist nun Anlass, die Prioritätenliste zu aktualisieren und die löchrige Straße zu integrieren. Höchstwahrscheinlich werden jedoch vor Mitte 2014 keine Ergebnisse zu sehen sein. Bis zu einer möglichen Sanierung werde der Streckenabschnitt weiterhin von der zuständigen Straßenmeisterei regelmäßig kontrolliert, und verkehrsgefährdende Schäden werden beseitigt oder entsprechend beschildert.

Das sieht in der Realität allerdings etwas anders aus. Eine Anwohnerin, die seit einem Jahr am Langenhainer Weg wohnt, beteuert, dass seit ihrem Einzug keinerlei Fortschritt zu erkennen sei. Viele Autofahrer könnten die Schaukelpartie vermeiden wenn sie den parallel verlaufenden Höhenweg benutzen würden, was angesichts der langen Schaltzeiten der Ampelanlage an der Humboldtkreuzung kaum geschieht.

Von Jan Stengel

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