Einander nah sein, ohne nah zu sein

Aktion der Landeskirche: Gemeinsam im Gebet zum 12-Uhr-Läuten

Täglich verändern sich mit neuen Regelungen auch die Möglichkeiten kirchlichen Handelns. Die Kirchen im Werra-Meißner-Kreis sind nun Teil einer besonderen Aktion.

„In unseren Kirchen laden wir nicht mehr zum Gebet ein, aber auch im Evangelischen Kirchenkreis Werra-Meißner schließen wir uns der Aktion an, die unsere Landeskirche jetzt angeregt hat“, sagt Dekanin Ulrike Laakmann.

Sie zitiert nach dem offiziellen Schreiben von Prälat Bernd Böttner: „Glocken ertönen von vielen Kirchen an jedem Tag, morgens, mittags und abends – so wie es vor Ort üblich ist. Sie laden ein zum persönlichen Gebet.“

12-Uhr-Läuten

Die Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck laden ein: "Von unseren jeweiligen Aufenthaltsorten sind wir während des 12-Uhr–Läutens im Gebet: Für alle Menschen in Angst und Sorge; für die, die in Quarantäne leben, für die im Gesundheitsdienst Tätigen, die vor großen Herausforderungen stehen, für die Sterbenden, für alle, die Mut und Hoffnung brauchen. Wir sind davon überzeugt: Im Gebet für unsere Nächsten wächst die Kraft zum Handeln für unsere Nächsten. Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und für Ihr helfendes Handeln!“

Achtsamkeit und gute Ideen

„Ich bin sehr dankbar dafür, mit wieviel Achtsamkeit und guten Ideen die schwierige Situation in den Kirchengemeinden oder zum Beispiel in der Klinikseelsorge aufgenommen und mitgetragen wird – und auch für das Verständnis dafür, dass sich gerade gefasste Verabredungen tagesakttäglich verändern sich mit neuen Regelungen auch die Möglichkeiten kirchlichen Handelns“, sagt Dekanin Ulrike Laakmann.

Es tue gut zu spüren, wie Menschen einander nah sind, ohne zu nah zu sein.

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