Seit Mai dabei

Dr. Alexander Hofsommer ist neuer Dienststellenleiter der Bundespolizei in Eschwege

Seit Mai in Eschwege: Dr. Alexander Hofsommer ist Dienststellenleiter im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege und gleichzeitig für den Aufbau der Außenstelle in Rotenburg zuständig.
+
Seit Mai in Eschwege: Dr. Alexander Hofsommer ist Dienststellenleiter im Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei in Eschwege und gleichzeitig für den Aufbau der Außenstelle in Rotenburg zuständig.

Seit Mai – mitten in der Coronapandemie – ist Dr. Alexander Hofsommer neuer Dienststellenleiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Bundespolizei in Eschwege und der Außenstelle in Rotenburg.

Eschwege – Der Übergang ging geräuschlos vonstatten. So still, dass man es fast nicht mitbekommen hätte. Zu verdanken hat er die Doppelfunktion seinem Vorgänger in Eschwege, Matthias Bick. Der Polizeidirektor wechselte im Frühjahr an die Oberbehörde der Bundespolizei in Potsdam. Dort ist er jetzt „als ausgewiesener Experte“ für die Einstellungsoffensive der Bundespolizei deutschlandweit zuständig. Die vakante Stelle füllt jetzt Hofsommer.

Dr. Alexander Hofsommer ist Seiteneinsteiger bei der Bundespolizei. Der 42-Jährige ist seit 2010 bei der Behörde und hat hier Karriere im höheren polizeilichen Vollzugsdienst gemacht. Er war zunächst bei der Bereitschaftspolizei, später Dienststellenleiter am Flughafen Frankfurt. 2016 zog es ihn nach Bamberg, wo er stellvertretender Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums war. Hofsommer stammt aus Friedlos bei Bad Hersfeld und wohnt inzwischen in Coburg.

Anfang des Jahres hatte er sich für den Aufbau der ehemaligen Alheimer-Kaserne, wo er es bei der Bundeswehr übrigens bis zum Reserveoffizier geschafft hat, gemeldet. Seit März laufen die konkreten Planungen. Am 30. September verlassen die letzten Bewohner die heute als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzten Gebäude.

Ab dem 1. Oktober übernimmt die Bundespolizei. Elf Monate haben Hofsommer und sein Team Zeit, die ehemalige Kaserne für die Bedürfnisse der Bundespolizei umzurüsten. Los geht es mit baulichen Arbeiten. „Die ehemalige Alheimer-Kaserne ist aber in einem guten Zustand“, sagt Hofsommer. Voraussichtlich seien nur kleine Renovierungen nötig. Hinter den Kulissen laufen die Konzeptentwicklungen. 450 Polizeischüler sollen im September 2021 in die Außenstelle von Eschwege einziehen. Damit ist Rotenburg fast so groß wie die Dienststelle in Eschwege, wo ebenfalls 450 Bundespolizisten ausgebildet werden. In Rotenburg findet die Grundausbildung statt, in Eschwege die Fachausbildung und die Laufbahnlehrgänge.

Von der Belegschaft wird Rotenburg etwas kleiner werden als Eschwege. Hier arbeiten 366 Bedienstete, in Rotenburg sollen es etwa 340 werden. Darunter werden 180 Ausbilder sein. „Es gibt viele Bewerber, die sich für einen Einsatz in Nordhessen interessieren“, sagt Hofsommer.

Zu Interessenskonflikten zwischen Eschwege und Rotenburg wird es nach Ansicht von Hofsommer nicht kommen. „Eschwege wird von der Außenstelle profitieren“, sagt der Polizeidirektor. Verwaltungsaufgaben für Rotenburg werden von Eschwege beispielsweise miterledigt. Eschwege wird weiterhin mit den Standorten in Fuldatal und Bad Düben kooperieren. Zusammengenommen ist das Aus- und Fortbildungszentrum in Eschwege momentan schon für etwa 1100 Auszubildende zuständig. Die Außenstelle in Rotenburg ist zunächst für zehn Jahre angelegt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare