Schulen im Werra-Meißner-Kreis: Alle Standorte bleiben erhalten

Schulstandorte Werra-meißner-Kreis
+
Kreis setzt auf Schulcampus-Modelle: Ein Bild aus Sontra, wo das Konzept schon umgesetzt wird.

Alle Schulstandorte im Werra-Meißner-Kreis haben bis auf Weiteres Bestand. Das entscheid der Kreistag jetzt einstimmig. 

Werra-Meißner – Das Prinzip „kurze Beine – kurze Wege“ behält im Werra-Meißner-Kreis auch in Zukunft seine Gültigkeit: Einstimmig haben die Mitglieder des Kreistags dem Schulentwicklungsplan ihre Zustimmung erteilt. Das bedeutet: Alle Schulstandorte werden erhalten, die Oberstufen gestärkt und die Schulsozialarbeit gefördert.

Geburtenzahlen steigen 

„Die dunklen Prognosen aus der Vergangenheit sind nicht eingetreten“, erklärte Ludger Arnold (SPD), Vorsitzender des Schulausschusses, im Zuge der jüngsten Kreistagssitzung erfreut. „Der Kreis erlebt eine Renaissance“, ergänzte Wilhelm Gebhard für die CDU-Fraktion: Die Zahl der Geburten – Grundlage für den Schulentwicklungsplan – im Kreis steige und habe mit deutlich über 800 wieder den Stand der Jahre 2002/03 erreicht.

„Daneben verzeichnen wir verstärkt Zuzüge von jungen Familien mit Kindern – eine großartige Entwicklung“, sagte Wanfrieds Bürgermeister. Auch die Akzeptanz der Nachmittagsangebote wachse.

Schulcampus-Modelle 

Insgesamt steigt der Bedarf an Räumlichkeiten in den Schulen an – der Werra-Meißner-Kreis reagiert, indem er verstärkt auf Schulcampus-Modelle setzt. Das bedeutet, unterschiedliche Schulformen wie etwa Grund- und Gesamtschulen werden örtlich zusammengeführt. Geschehen ist das bereits in Sontra (wir berichteten; den Aufhebungsbeschluss „Barbaraschule“ fasste der Kreistag am Montagnachmittag einstimmig) und ist weiterhin geplant in Wanfried und Hessisch Lichtenau.

Schwerpunkt: Einsatz digitaler Medien

Laut des vorgelegten Schulentwicklungsplans wird der Einsatz digitaler Medien in den Schulen des Kreises in den kommenden Jahren noch weiter zunehmen. Der Schwerpunkt werde sich dabei vom Nutzen von PCs im Fachunterricht hin zum Einsatz von mobilen Endgeräten – beispielsweise Tablets – verschieben. Nicht zu vergessen: In den vergangenen fünf Jahren hat der Werra-Meißner-Kreis im großen Umfang in die Modernisierung seiner Schulgebäude und in die Einrichtung investiert. Im Zeitraum von 2013 bis 2018 wurden insgesamt 41,3 Millionen Euro ausgegeben; einberechnet sind die Unterstützungsleistungen aus Fördertöpfen von Bund und Land wie etwa der beiden Kommunalinvestitionsprogrammen (KIP). Schwerpunkte der Umbau- und Modernisierungsarbeiten waren etwa die umfassenden Sanierungen vieler Sanitärbereiche der Schulen sowie die Neugestaltung der naturwissenschaftlichen Räume.

„Durch die engagierte Planung und die hervorragende Zusammenarbeit der Fraktionen, des Kreises und der Schulen werden die Standorte gestärkt“, bilanzierte Helena Pfingst für Bündnis 90/ Die Grünen. " TEXT UNTEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare